Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Sind empört: Die Anwohner um Margarete Leidolf (4. v.li.) im Ramersdorfer Kustermannpark.

Es geht um eine Tramverbindung

Neuer Angriff auf den Kustermannpark: Anwohner kämpfen für Bäume und Schutz vor Lärm

Auch als jetzt geschütztes Biotop scheint der Kustermannpark in Ramersdorf nicht unantastbar zu sein. Diesmal soll ihm Platz für eine Trambahn-Verbindung genommen werden. Die Anlieger sind entsetzt.

  • Der Kustermannpark in Ramersdorf ist ein geschütztes Biotop.
  • Dennoch muss ein Teil der Grünanlage offenbar wegen der Wiedereinrichtung einer Tramstrecke weichen.
  • Dagegen setzen sich die Anwohner zur Wehr.

München - Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte es den Anliegern sogar schriftlich gegeben. Die Stadt wolle den Kustermannpark „in Gänze“ als Erholungsort für die Bevölkerung erhalten. Anfang des Jahres war die Grünanlage daher von der Stadt sogar offiziell zum schützenswerten Biotop erklärt worden. Nun aber gibt es einen erneuten Angriff auf den Kustermannpark. Auslöser ist diesmal der öffentliche Nahverkehr.

Kustermannpark in Ramersdorf: Alte Trambahnstrecke soll wieder eingerichtet werden

Erst vor Kurzem hatte die SPD aus Haidhausen, Berg am Laim und Ramersdorf unisono gefordert, die alte Tramstrecke vom Ostbahnhof in den Ramersdorfer Ortskern wieder einzurichten. Die Stadt sei an der Idee sowieso schon dran, hieß es damals.

Tatsächlich wurde der Platzbedarf in der Unterführung an der Rosenheimer Straße für eine mögliche Tramverbindung offenbar bereits geprüft. Die Trambahntrasse ist sogar schon in die Pläne zum Neubau der alten Eisenbahnunterführung an der Rosenheimer Straße eingeflossen. Die Weite der Unterführung würde sich dadurch von etwa 26 auf gut 35 Meter vergrößern. Eine derartige Straßenverbreiterung sei im Bereich des Brückenbauwerks durchaus möglich und bereits mit der Bahn abgestimmt, heißt es in einer aktuellen Vorlage zur Sanierung von Eisenbahnbrücken in München.

Biotop am Ostbahnhof: Der Kustermannpark.

Kustermannpark in Ramersdorf: Stadt will „weitere Varianten“ entwickeln

Der Knackpunkt ist die Weiterführung. Denn südöstlich der Eisenbahnbrücke hätte eine Verbreiterung der Rosenheimer Straße Auswirkungen auf das Biotop Kustermannpark. „Es werden aktuell weitere Varianten entwickelt, um die Eingriffe in den Kustermannpark zu minimieren und gleichzeitig den ÖPNV zu stärken“, so die Stadt.

Anliegerin Margarete Leidolf fällt aus allen Wolken, als sie am Telefon von den neuen Plänen erfährt. Sie verweist auf die Aussage des OB. Reiter hatte erklärt, dass der Park in dem dicht bebauten Viertel an der viel befahrenen Rosenheimer Straße eine zentrale Erholungsfunktion mit einem überaus vielfältigen Angebot für alle Alters- und Nutzergruppen habe. Der Grünzug diene zudem dem Artenschutz, ein Eingriff in den wertvollen Baumbestand wäre nicht zu rechtfertigen, so der OB damals.

Kustermannpark in Ramersdorf: Privaten Wohnungsbesitzern der umliegenden Hochhäuser gehören Anteile

Vom Park auch nur ein paar Meter abzuknapsen, wäre jedoch das genaue Gegenteil davon, findet Leidolf. „Das würde vor allem den Baumbestand entlang der Straße treffen, der uns vor Lärm und Abgasen schützt.“ Außerdem müssten sie dafür ihren Grund abtreten. Denn der öffentlich zugängige Park gehört anteilig den privaten Wohnungsbesitzern der umliegenden Hochhäuser.

Genau daran hatte sich schon die „Bayerische Hausbau“ die Zähne ausgebissen. Die Wohnungsbaugesellschaft hatte den Park vor zwei Jahren als Potenzial für Nachverdichtung entdeckt. Der Investor liebäugelte mit etwa 250 Wohneinheiten entlang der Rosenheimer Straße, wollte dafür rund 10.000 Quadratmeter des 27.000 Quadratmeter großen Grünareals bebauen.

Laut Grundbucheintrag wäre eine Bebauung nur durch Änderung des vorhandenen Bebauungsplans möglich gewesen. Dagegen wehrte sich die Mehrheit der Eigentümer. In der Vorlage der Stadt heißt es jetzt nur lapidar: „Nach Abschluss der Vorplanung wird das Baureferat voraussichtlich 2020 einen Entscheidungsvorschlag zur Vorprojektgenehmigung vorlegen.“

Diana O. soll gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben. Deshalb sitzt sie in U-Haft - in einem Männerknast in München.

Carmen Ick-Dietl

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