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Am Wochenende liefen die Arbeiten an der Mauer – hier kommen Erde und Büsche.

Büsche sollen Bau am Flüchtlingsheim aufhübschen

Mauer in München-Neuperlach: Wächst jetzt Gras drüber?

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München - Die Wand der Wut! Die Lärmschutzmauer in Neuperlach hat Schlagzeilen gemacht, Medien aus Russland, Amerika oder Indien berichteten über den Schallschutz an der Nailastraße. Jetzt soll Gras drüber wachsen!

Wie berichtet hatten die Nachbarn gerichtlich einen Lärmschutz zwischen der neuen Flüchtlingsunterkunft und ihren Wohnhäusern erstritten – was ihr Recht ist. Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sagte unlängst bei einer Sitzung des Bezirksausschusses: „So etwas gibt es nicht nur bei Flüchtlingsunterkünften, sondern auch bei Kitas oder Sportanlagen.“ Doch so nüchtern wie die Genossin sah das bei Weitem nicht jeder.

BA-Chef Thomas Kauer.

Stadtviertel-Politiker Guido Bucholtz hatte Anfang November mit einer Drohne die Mauer gefilmt. „Ich wollte nur die Ausmaße zeigen“, sagte der 62-Jährige damals im Ausschuss. Und auch andere regten sich über die Vier-Meter-Mauer auf. Sie sei zu groß, es entstehe auch ein falsches Bild – gerade, weil sie eben nicht an einer Kita steht oder einer Sportanlage. Die Nachbarn gerieten aber so in ein schiefes Licht, wurden als Rassisten beschimpft, Hauswände wurden beschmiert, obgleich die Mauer nicht die Flüchtlinge, sondern den Lärm ausgrenzen sollte.

Die Wand selbst wird derweil aufgehübscht. Wie berichtet wird sie kein grauer Riese bleiben. Arbeiter haben jetzt die ersten Büsche gesetzt. Im nächsten Frühjahr soll das Grün sprießen. BA-Chef Thomas Kauer freut das. Er ist froh, wenn jetzt Ruhe einkehrt – und auch buchstäblich Gras über die Sache wächst.

Sascha Karowski

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