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Im Michaelibad in München haben am Wochenende an die 100 Jugendlichen randaliert.

Polizei will Badegäste zukünftig schützen

Hatten nicht mal Badezeug dabei: Jugendliche fallen in Michaelibad ein und randalieren

Sie wollten gar nicht schwimmen, sondern nur Krawall: Dutzende Jugendliche haben im Michaelibad randaliert. Polizei und Stadtwerke wollen das künftig verhindern.

München - Rund 100 Jugendliche haben am Wochenende im Michaelibad in München randaliert. Die Polizei musste insgesamt fünfmal anrücken, um Streitigkeiten zu schlichten und Schlägereien zu beenden. Die Behörde ermittelt nun wegen Körperverletzungsdelikten und Landfriedensbruchs. Wie Augenzeugen berichten, hatten die meisten Jugendlichen noch nicht einmal Schwimmsachen dabei. „Die waren nur auf Krawall aus“, heißt es. Bereits vor Tagen wurden Schlägereien von größeren Personengruppen befürchtet. Angeblich sollen Jugendliche - überwiegend mit ausländischen Wurzeln - sogar einem Bademeister mit den Worten „Ich stech ihn ab“ gedroht haben. Viele Badegäste fühlten sich von den jugendlichen Randalierern belästigt.

Randale im Michaelibad in München: Ist der Gratis-Erlass von OB Dieter Reiter das Problem?

Möglicherweise stehen die Krawalle in einem Zusammenhang mit dem Gratis-Erlass von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Er hat im Mai verfügt, dass Jugendliche unter 18 Jahren kein Eintrittsgeld für öffentliche Bäder zahlen müssen. Nach Auffassung der Münchner Polizei ist es durchaus möglich, dass das die jugendlichen Randalierer angelockt hat.

In Stuttgart ist es in der Nacht zum Sonntag (21. Juni 2020) ebenfalls zu heftigen Krawallen gekommen. Mehrere Kleingruppen lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Die Situation geriet außer Kontrolle.

Jugendliche randlieren in Michaelibad in München: Polizei kündigt mehr Präsenz vor den Bädern an

Die Polizei will solche Ausschreitungen künftig verhindern und kündigt für das kommende Wochenende mehr Präsenz vor den Bädern an. „Wir werden mit deutlich mehr Beamten vor dem Michaelibad im Einsatz sein und Personenkontrollen durchführen. Mit dabei sind auch die Jugendbeamten des zuständigen Reviers. Die kennen sich in der Szene bestens aus“, kündigt Polizeisprecher Florian Hirschauer an. Auch die Stadtwerke München (SWM) reagieren: „Wir arbeiten zusammen mit der Polizei an einem Konzept, damit sich diese Vorfälle nicht wiederholen. Welche Maßnahmen wir genau ergreifen, darüber werden wir zu Beginn der kommenden Woche informieren“, erklärt SWM-Sprecher Michael Solic auf Nachfrage von Merkur.de*.

Auch im Freibad Aichach gab es einen Zwischenfall: Hier lieferten sich mehrere Jugendliche eine Schlägerei im Schwimmbecken. In Olching haben Jugendliche vor einem Polizeirevier randaliert. (Merkur.de*)

In Starnberg und Tutzing hat die Polizei jugendliche Randalierer im Kinderzimmer erwischt. (Merkur.de*)

Auch im Englischen Garten nehmen Diebstähle und Gewalt zu. (Merkur.de*)

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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