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Für fast 30 Fälle von Rezeptfälschung muss sich das Paar verantworten

Duo aus Perlach angeklagt

Paar fälscht Rezepte für Ausweichdrogen

Mit falschen Rezepten an Tabletten kommen? Diese Art des Betrugs machte sich jetzt ein Münchner Duo zu Nutze.

Schon im Oktober 2016 wurde ein 36-jähriger Münchner und eine 25-jährige Münchnerin von Polizeibeamten der Inspektion 24 (Perlach) beim Einlösen eines gefälschten Rezeptes vorläufig festgenommen. Jetzt, nachdem die Polizei alle sichergestellten Speichermedien (USB-Stick, Mobiltelefone, Laptop), die Auswertung aller schriftlichen Unterlagen (Rezepte, Kassenbons, Verkaufsnotizen) und das Duo vernommen hatte, wurde die Tat der Staatsanwaltschaft München I vorgelegt.

Widersprüchliche Aussagen

Während der Vernehmung haben beide Tatverdächtigen gestanden, dass sie zusammen gefälschte Rezepte hergestellt und auch eingelöst hätten. Aber obwohl die Ergebnisse der Auswertung der sichergestellten Gegenstände zweifelsfrei bestätigen, dass das Paar die Tat begangen hat, streiten die beiden jetzt den Handel mit den zu Unrecht bezogenen Benzodiazepinen ab, so die Polizei.

29 Fälle von Betrug mit falschen Rezepten nachgewiesen

Letztendlich konnten 29 Fälle von Rezeptfälschung zur Erlangung von Ausweichdrogen, eine versuchte Fälschung und der illegale Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zur Anzeige gebracht werden. Die Einlösung der gefälschten Rezepte erfolgte in 14 verschiedenen Apotheken im ganzen Stadtgebiet München. Die Täter „erbeuteten“ durch ihren Betrug Diazepam, Lorazepam, Alprazolam und Bromazepam in ziemlich großen Mengen. Der 36-jährige Münchner sitzt derzeit wegen eines anderen Delikts in Untersuchungshaft, die 25-Jährige befindet sich auf freiem Fuß.

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