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Liegt genau gegenüber vom geplanten Neubau: ein Großbordell.

Fitness, Friseur & Co. unter einem Dach

Hier entsteht in München ein neues Luxus-Altersheim - gegenüber steht ein Großbordell

Die Hofer Straße In Perlach beheimatet seit einigen Jahren ein Großbordell. Bald bekommt die Vergnügungs-Einrichtung einen neuen Nachbarn. Gegenüber entsteht ein Luxus-Altersheim.

München - Neue Nachbarn für das älteste Gewerbe der Welt: Mitten im Rotlicht-Viertel an der Hofer Straße (Perlach) wird ein Seniorenheim gebaut. Mit reichlich Luxus für die künftigen Bewohner. Die Rosenhof-Gruppe aus Schleswig-Holstein plant hier eine Anlage mit 350 bis 500 Plätzen.

Der Kaufvertrag für das Grundstück soll in diesen Tagen unterzeichnet werden, erklärt Mit-Geschäftsführer Maximilian Gaedeke. Der Rosenhof-Gruppe gehören derzeit elf Häuser in Deutschland.

Die Firma verspricht großzügige Räume, verbunden mit Komfort und einem breit gefächerten Dienstleistungsangebot.

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Großbordell liegt genau gegenüber von Altersheim

Das horizontale Gewerbe an der Hofer Straße gibt es schon seit über zehn Jahren, hat sich aber seitdem immer mehr ausgebreitet. So wurde vor einigen Jahren aus den drei Ober­geschossen eines eigentlich als Bürohaus mit Spielhalle genehmigten Baus ein Großbordell. Das liegt genau gegenüber dem künftigen Edel-Altenheim!

Den offiziellen Antrag auf weitere 50 „Studios“, die längst illegal bezogen waren, hatte die Stadt abgeschmettert. Die Sorge: Es wäre einer der größten Bordellbetriebe Münchens entstanden. Zumal es auf der anderen Straßenseite auch einen FKK-Club gibt. Eventuell bekäme man mit der geplanten Senioren-Wohn­anlage auch das Problem des wachsenden Rotlichtgewerbes unter Kontrolle, meint Gaedeke.

Liegt genau gegenüber vom geplanten Neubau: ein Großbordell.

Altersheim wird „rund um die Uhr bespielt und beleuchtet“

Er berichtet von entsprechenden Erfahrungen aus Hamburg. „Unser Objekt wird 365 Tage rund um die Uhr bespielt und beleuchtet, das macht angrenzende Rotlicht-Betriebe für die Kunden mit der Zeit meist unattraktiv.“

Im Perlacher Altenheim sollen Ein- bis Vier-Zimmer-Appartements in einer Größe zwischen 30 und 140 Quadratmeter entstehen. Alle sollen mit Balkon oder Terrasse ausgestattet sein. Zum Konzept gehörten ambulante und stationäre Betreuung und Pflege, Therapie, Schwimmbad, Bibliothek, Billard- und Musikzimmer, ein Café und ein parkähnlicher Außenbereich. Zudem sind gewerbliche Mieteinheiten für Arzt, Friseur, Kosmetik, Bank, Gastronomie, Reha und Fitness geplant.

Auf dem Areal des einstigen AOK-Gebäudes entsteht der Neubau.

Wohnheime für Mitarbeiter sollen in Nähe entstehen

Alles untergebracht in einem mehrstöckigen Neubau. Auf dem städtischen Grundstück nebenan würde das Unternehmen gerne noch drei Wohnheime für Mitarbeiter bauen und betreiben. Gesamtkosten des Projekts: 50 bis 100 Millionen Euro. „Es ist das Beste und Sinnhafteste, was ich in der letzten Dekade für die Adresse gehört habe“, erklärt Bezirksausschuss-Chef Thomas Kauer (CSU). Bislang wurde noch kein Baubescheid eingereicht.

Die Rosenhof-Manager warten auf einen Strukturplan für die Hofer Straße, den die Stadt offenbar im Herbst vorstellen will.

Carmen Ick-Dietl

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