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So soll der Trambetriebsbahnhof aussehen: der Stapel-Vorschlag der SPD.

Es geht um Halle und Fußballfeld

Kühner SPD-Plan: Sportler sollen der Tram aufs Dach steigen - doch es gibt ein Problem

Unten werden Trambahnen repariert, oben kicken die SWM-Sportler: Die SPD-Stadtratsfraktion will eine Sporthalle und einen Fußballplatz auf den neuen Trambahnbetriebshof an der Ständlerstraße setzen.

  • Die Sporthalle und die Fußballfelder des Stadtwerke-SV fallen einem neuen Trambetriebshof in Ramersdorf zum Opfer.
  • Die SPD bringt eine besondere Bauidee ein.
  • Doch der Verein hat offenbar andere Pläne.

München - Ein neuer Trambetriebshof mit Wartungs-, Instandsetzungs- und Abstellhallen sowie Werkswohnungen sollen in Ramersdorf hinter der alten Hauptwerkstätte entstehen. Dafür wollen die Stadtwerke ihre direkt angrenzende Sporthalle und Fußballfelder an der Lauensteinstraße opfern. Für die Sportler eine Katastrophe, denn viele Mitglieder, vor allem der Nachwuchs wohnen in der Nachbarschaft. Für Vereinspräsident Hans-Jürgen Öllinger kommt daher nur eine Lösung am Standort oder in der Nähe infrage.

Die SPD schlägt nun vor, eine Sporthalle aufs Hallendach des neuen Trambetriebshofs zu setzen. Zudem soll geprüft werden, ob sich nicht auf deren Dach noch ein Fußballplatz realisieren lässt. Das würde die Fläche effizient nutzen und das Überleben des Stadtwerke-SV sichern, so die SPD-Stadträtinnen Verena Dietl und Kathrin Abele.

Sporthalle auf Trambetriebshof: Neue Konstruktion würde rund 22 Meter hoch sein

Interessant ist die Höhe. Schon die Interimswerkstatt der Stadtwerke ist neun Meter hoch, dazu kommen rund sechs Meter für die Sporthalle, plus rund sieben Meter Ballfangzaun rund um den Fußballplatz. Mit etwa 22 Metern würde der Bau die denkmalgeschützte Trambahn-Hauptwerkstätte mit dem MVG-Museum deutlich überragen.

Die Stadtwerke haben offensichtlich andere Pläne. Der Verein, vor allem sein Hallensportangebot, soll näher an die Stadtwerke-Zentrale an der Emmy-Noether-Straße rücken, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme ans Wirtschaftsreferat. Dort könnte man die derzeit im Bau befindliche Sporthalle der benachbarten Grundschule mitnutzen. So lasse sich die Attraktivität des SV Stadtwerke wieder steigern. Das Vereinsangebot werde „nur noch in deutlich untergeordnetem Umfang von der aktiven Belegschaft der SWM in Anspruch genommen“.

Weitere Hallen- und Außenflächen sollen möglichst nahe der Lauensteinstraße untergebracht werden: Hallensport in der Siedlung am Perlacher Forst, Außenfläche auf einem unbebauten Privatgrundstück und als Untermieter auf einer nahe gelegenen Bezirkssportanlage. Jedenfalls betrachte man aktuell keine Varianten, in denen die Sportflächen teilweise oder ganz erhalten bleiben können, so die Stadtwerke. Für den zweiten Trambetriebshof brauche man zwingend das gesamte Gelände einschließlich der Sportanlage.

Bei seiner Fahrt mit der S-Bahn machte ein Münchner eine amüsante Entdeckung, die er anderen Pendler nicht vorenthalten wollte.

Carmen Ick-Dietl

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