Willie Tanner aus „Alf“ ist tot - er starb nach langer Krankheit

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Mit diesem Foto protestiert die Bürgerinitiative gegen die Pläne, den Bolzplatz an der Adam-Berg-Straße zu bebauen. „Normalerweise ist hier nie was los“, sagt dagegen eine Anliegerin.

Zweifelhafte Mittel

Ramersdorf und sein Bolzplatz: Droht der Streit nun zu eskalieren?

Der Kampf um die Grünfläche scheint zu eskalieren. Zumindest wird dieser nun mit doch recht zweifelhaften Mitteln geführt. Hat man im Ramersdorf damit Erfolg?

München - Mit harten Bandagen kämpft eine Ramersdorfer Bürgerinitiative gegen die Pläne des Gartencenters Seebauer, auf einem angrenzenden städtischen Bolzplatz-Grundstück die Firma zu erweitern und dort auch Mitarbeiterwohnungen zu bauen. Jetzt wurden gar eidesstattliche Erklärungen abgegeben, deren Inhalte angezweifelt werden können.

Zum Ausgleich hat das Gartencenter Seebauer angeboten, einen Bolzplatz auf dem Parkhausdach zu bauen.

Die Gegner wollen das Grundstückstauschgeschäft zwischen Stadt und Seebauer unbedingt verhindern, um den dortigen Bolzplatz zu erhalten. Seebauer würde den Platz gerne bebauen und der Stadt im Gegenzug ein größeres Grundstück im Viertel überlassen. Der wegfallende Bolzplatz könnte aufs Dach des Gartencenter-Parkhauses gesetzt werden. Neben knapp 1200 Unterschriften hat die Bürgerinitiative nun auch einige eidesstattliche Erklärungen bei der Stadt eingereicht.

Darin beschwören Anwohner, dass der damalige Inhaber des Gartencenters in den 70er-Jahren die heutige Bolzplatzfläche bei der Stadt gegen Baurecht für die Erweiterung seines Betriebs an der Ottobrunner Straße getauscht habe. Mit der Auflage, die Grünfläche für Spiel und Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen zu nutzen. Der heutige Gartencenter-Chef Bernhard Gerstenkorn habe dieses Geschäft seines Großvaters am Rande eines Treffen der Bürgerinitiative auch so bestätigt, wolle sich nun aber nicht mehr erinnern, heißt es in den beiden fast identisch klingenden Erklärungen.

Fassungslosigkeit über falsche Darstellung

Gerstenkorn ist fassungslos und widerspricht diesen Darstellungen. „Ich habe dies nie so gesagt, weil ich davon nichts weiß.“ Tatsächlich hat das Bolzplatz-Grundstück nie der Familie Gerstenkorn/Seebauer gehört, das bestätigt die Erbin der früheren Eigentümer-Familie dem Münchner Merkur. Aus Angst vor Anwürfen möchte sie nicht namentlich genannt werden. „Meine Familie und ich werden im Laden und auch direkt vor der Haustür angesprochen auf die Unverschämtheit unserer Pläne, das betrifft uns schon“, berichtet in diesem Zusammenhang Gerstenkorn.

Laut der früheren Eigentümerin musste ihre Familie, ebenfalls Gärtner, den Grund damals im Zusammenhang mit dem Bau der Ständlerstraße an die Stadt verkaufen. Die habe später einen Teil des Grundes weiterverkauft. Heute liege dort der Bolzplatz. Auf dem sei im Übrigen normalerweise nie was los, so die Anliegerin. Außer am vergangenen Wochenende. Da seien urplötzlich „Autos von überall her“ in der Sackgasse gestanden. Ein anderer Anlieger berichtet von einem Zettel im Briefkasten, der zum großen Treffen auf der Wiese „für Pressefotos“ aufgefordert habe. Obwohl die Fläche Teil der Grünanlagensatzung der Stadt sei und somit geschützt, müsse man um den Bestand fürchten, so die Bürgerinitiative. Denn die Stadt stehe dem Grundstückstausch offenbar positiv gegenüber, um durch ihren dann größeren Besitzanteil endlich den seit 25 Jahren stockenden Bebauungsplan nebenan zum Ende bringen zu können.

CARMEN ICK-DIETL

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