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Kurz vor ihrem Tod hatte die verstorbene Jennifer V. (†26) einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen.

Zweifelhafte Geschichte präsentiert

Prozess um tote Jennifer: Einziger Prozesstag verlief merkwürdig – Urteil am Freitag

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Am Freitag (12. Januar) wollen die Geschworenen ihr Urteil verkünden: Hat der Schwiegervater Jennifer aus Neuperlach ermordet? Er präsentierte dem Richter am Donnerstag eine zweifelhafte Geschichte.

München - In München ist sie aufgewachsen, in Tirol fand sie den Tod: Seit Donnerstag verhandelt das Innsbrucker Schwurgericht den Fall Jennifer V. († 26). „Ich will die Wahrheit sagen“, versicherte der wegen Mordes angeklagte Schwiegervater Nogori R. (43) – um dann eine Geschichte zu präsentieren, an der Richter Josef Geisler Zweifel anmeldete. 

Zahlreiche Angehörige kamen zur Beerdigung am 2. Juni 2017. Schweren Herzens mussten sie ihre Jennifer verabschieden, die zwei Söhne hinterlässt.

„Nicht schuldig“, konterte Nogori R., der als Kellner arbeitet, den Mordvorwurf von Staatsanwalt Florian Oberhofer. Dabei ergab die Beweisaufnahme belastende Indizien: So irrte R. am Tag von Jennifers Verschwinden im Februar zwei Stunden mit ihr durch Tirol und verschickte drei SMS in ihrem Namen. „Ich bin weg, ich habe jemand kennengelernt, der mich liebt“, las Jennifers Mann um 21.14 Uhr. 

„Suche mich nicht, in ein paar Jahren werde ich mich wieder melden“, hieß es um 21.19 Uhr auf dem Handy der Mutter. Jennifers Leiche wurde später im Inn gefunden. Laut Obduktion war sie ertrunken, weshalb die Polizei nicht gleich von einem Verbrechen ausging. 

Am Donnerstag gab Nogori R. zu, die falschen Spuren gelegt zu haben. Doch falsche Angaben habe er nur gemacht, um vor seiner Familie geheimzuhalten, dass er selbst Jennifer bei der Flucht geholfen habe: „Sie war hysterisch, sagte, sie könne nicht mehr. Dann hat sie mich bedroht, ich solle machen, was sie will, sonst zeigt sie mich wegen Vergewaltigung an.“ Richter Geisler zweifelte allerdings an dieser Darstellung. Seine Erwiderung: „Sie haben sich so vieles zurechtgelegt in dieser Geschichte…“ 

Am Freitag (12. Januar) wollen die Geschworenen ihr Urteil verkünden.

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A. Thieme

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