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Ilyas Durucan vor dem Haus, in dem die Party stattfand.

Nach dem Facebook-Feier-Fiasko

Veranstalter Ilyas (18): So eskalierte meine Abrissparty

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Ilyas (18) wollte am Montag einfach nur eine Abriss- und vorgezogene Halloween-Party feiern. Doch diese eskalierte richtig, über 200 Gäste kamen. Wie es dazu kam, berichtet er hier.

Ilyas Durucan hatte alles gut geplant. Am Montag wollte er in Waldperlach in einem leerstehenden Haus, das seiner Familie gehört, mit Freunden eine Abriss- und vorgezogene Halloween-Party feiern. „Ich brachte den Nachbarn vorher noch eine Schachtel Mon Chéri und sagte, dass es abends etwas lauter werden könnte“, erzählt der 18-Jährige der tz. „Ich bat sie auch, mich anzurufen, falls sie sich gestört fühlen.“ Was an dem Abend dann passierte, kann sich der Physik-Student noch immer nicht erklären...

Die Feier, zu der etwa 50 engere Freunde eingeladen waren, geriet völlig aus dem Ruder. Wie berichtet, kamen am Ende rund 200 Partygäste in das Gebäude an der Ulrich-von-Hutten-Straße. Ein Fiasko!

Durucan hatte seine Freunde über die mobile Social-Media-Applikation Jodel eingeladen. Gegen 21 Uhr standen dann plötzlich auch Leute vor der Tür, die eine Einladung per Facebook bekommen hatten. „Ich habe keine Ahnung, wie der Eintrag dort hingekommen ist“, sagt der 18-Jährige. „Ich hab damit überhaupt nichts zu tun. Vielleicht haben sich Leute gedacht: Das ist eine Abrissparty, dann ist es doch eh egal.“

Zwar standen Ilyas Freunde an der Tür, doch sie konnten nicht verhindern, dass Fremde ins Haus gingen und im Garten feierten – und eine immense Gaudi verursachten. „Mir wurde erzählt, dass der Lärm der Party bis ans Ende der Straße zu hören war.“ Gegen 22.45 Uhr reichte es den Anwohnern. Sie wählten den Polizei-Notruf. Nach nicht einmal zwei Stunden beendeten etwa 60 Beamte die Feier.

Der 18-Jährige beim Aufräumen.

Der Student muss die Kosten für den Einsatz nicht tragen, da er nicht wusste, dass die Einladung weiterverbreitet wurde.

Um zu verhindern, dass eine Party, zu der via Social Media eingeladen wird, eskaliert, rät die Polizei, die Einladung nur in geschlossenen Gruppen zu posten. „Man sollte als Gastgeber immer so nüchtern sein, dass man die Lage im Blick hat“, so Polizeisprecherin Anna Heschl. Gerät die Situation aus dem Ruder, soll man die Polizei rufen. Generell muss der Veranstalter die Kosten tragen, wenn er wissentlich zu viele Menschen in eine zu kleine Örtlichkeit einlädt.

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