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Martin Niefnecker ist heiß aufs Heimrennen.

Highspeed Challenge

Crash-Piloten heiß auf den Oly-Park

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Auf Schlittschuhen rasen die Athleten eine mit Sprüngen und Kurven gespickte Eisbahn bergab: Die Red Bull Crashed Ice Tour 2016 gastiert weltweit in vier Städten – und am 8. und 9. Januar auch wieder in München. Der Olympiapark ist die zweite der insgesamt vier Stationen. 

Ein waschechter Bayer ist auch dabei

Red-Bull-Star Martin Niefnecker, der sich 2010 den Weltmeistertitel sicherte, ist gebürtiger Garmischer und freut sich ganz besonders auf die Station in München. „Das wird sicherlich das Highlight für mich! Alle anderen Rennen sind ja mindestens 5000 Kilometer entfernt – insofern ist die Red Bull Crashed Ice Station in München sozusagen mein Heimrennen.“ Außerdem verknüpft der 25-Jährige gute Erinnerungen mit dem Olympiapark. „Hier habe ich mein erstes Rennen gewonnen“, berichtet Niefnecker. Nach dem ersten Rennen der diesjährigen Tour in Quebec/ Kanada steht er derzeit auf dem elften Rang. 

Das Faszinierende an seinem Sport? 

„Ich habe noch nichts Vergleichbares gefunden. Die Sportart ist eine Mischung aus Eislaufen und Skifahren. Es kommt auf Kleinigkeiten an und man muss seinen Körper zu hundert Prozent unter Kontrolle haben. Die Sprünge sind schließlich bis zu 15, 20 Meter weit und dann muss man ja auch noch seine Gegner im Blick haben!“ Klingt komplex. 

Könnte eigentlich auch ein Eishockey-Profi gegen einen waschechten Crashed-Ice-Profi bestehen? 

„Nicht zwangsläufig!“, lacht Niefnecker. „In Kanada hat sich schon der ein oder andere NHL-Profi auf dem Parcours ausprobiert – und schnell Bekanntschaft mit dem Eis gemacht.“ Niefnecker selbst begann aber genau so. Er stand zunächst für den EC Peiting auf dem Eis, war auf dem Sprung in die DEL. Dann kam das Angebot eines Bekannten, der ein Quali-Rennen für die Crashed Ice Challenge ausrichtete. „Vor gut sieben Jahren hat er mich gefragt, ob ich das einmal ausprobieren wolle. Und dann habe ich das Rennen zufällig gewonnen“, berichtet Niefnecker. „Seitdem bin ich nicht mehr von diesem Sport losgekommen.“ 

Aber wie trainiert man Ice Cross Downhill? 

Schließlich hat nicht jeder einen Parcours aus Eis im Vorgarten stehen. Niefnecker: „Das ist in der Tat schwierig. Neben Kraft- und Ausdauertraining bin ich im Sommer häufig im Skate Park. Einige meiner Kollegen bauen sich sogar kleinere Parcours aus Holz nach und fahren die dann im Sommer mit Skates ab.“ Auf alle Eventualitäten kann man sich allerdings nicht vorbereiten. „Du kannst so hart trainieren wie du willst. Letztendlich gehört auch eine Spur Glück dazu.“ Trotzdem hat sich der Garmischer für das Rennen in München einiges vorgenommen: „Ein Stockerlplatz wäre schon mal wieder gut fürs Selbstvertrauen. Insgesamt will ich es mindestens unter die Top 15 schaffen.“ 

Auch interessant: "Mich hat diese Sportart vom ersten Tag an nicht mehr losgelassen"

Red Bull Crashed Ice in München: Themenseite und die wichtigsten Fakten

Alle Infos zum Event in München finden Sie auf unserer Themenseite zu Red Bull Crashed Ice. Wir haben bereits die wichtigsten Fakten zu Red Bull Crashed Ice in München zusammengestellt.

Von Lena Meyer 

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