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Ian Robertson ist zufrieden: Er hat ein Mountain Bike für seinen Sohn gefunden. 

Flohmarkt im Zenith

Klapprad bis Hightech-Flitzer: Ansturm auf das Radl-Paradies

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München - 1300 Fahrräder standen beim großen Radlflohmarkt am Sonntag im Zenith zum Verkauf. Und der Ansturm war enorm. Tausende pilgerten schon vormittags nach Freimann – und kauften die Halle leer.

Felix Beckstein und seine Mitbewohnerin Marina Lehninger sind sehr zufrieden. Er hat ein Mountain Bike mit verstellbarer Gabel und Scheibenbremsen für 530 Euro gekauft, sie ein Stadtrad für 195 Euro: „Wir waren um 9.45 Uhr am Eingang und mussten eine gute halbe Stunde warten“, erzählt Felix. Zeitweise einen halben Kilometer zog sich die Schlange vor dem Zenith hin – aber für Felix hat es sich trotzdem gelohnt. „Genau so ein Mountain Bike habe ich mir vorgestellt. Es würde neu eintausend Euro kosten.“

Auch Anna Hartmann vom Veranstalter „Green City“, ist die Freude anzusehen. Schon mittags ist die Besucherzahl von 5000 geknackt. „So viele hatten wir letztes Jahr insgesamt“, sagt sie. Erst mittags wird es etwas leerer. Nur an der Kasse und am Geldautomaten vor der Halle stehen die Radkäufer noch Schlange. In der Halle sind schon so viele Räder verkauft, dass man problemlos Platz zum Probefahren findet. Anlangen und ausprobieren darf man alle Räder sofort. Verkauft wird zum Festpreis, Verhandlungsspielräume gibt es keine.

Besonders begehrt: City- und Vintage-Räder

Johanna Schmitt hat schnell ihr neues Rennrad der Marke Titan in der Farbcombo Schwarz-Weiß-Pink ausgesucht. 300 Euro soll es kosten. „Zum Preis und zur Marke habe ich mich von anderen Besuchern beraten lassen“, erzählt Johanna Schmitt. „Mehrere haben mir gesagt, dass dieses Rad sein Geld auf jeden Fall Wert ist und mir zum Kauf geraten.“ Ab sofort will sie mit dem neuen Stück täglich zur Arbeit fahren, wegen des Sonntagsregens transportiert sie das Rad aber erst mal mit der U-Bahn ab.

Auch am Nachmittag kommen noch viele Besucher. 900 Fahrräder sind inzwischen verkauft, an die 400 warten noch auf einen Interessenten. Zusätzlich versteigert das Fundbüro noch 70 Räder zum Höchstgebot.

Besonders schnell weg sind City-Bikes und Vintage-Räder – wo es Hingucker, aber auch angerostete Oldtimer gibt. Das Angebot ist mittags schon deutlich ausgedünnt. Zwei junge Frauen stehen noch vor einem grünen Stadtflitzer für fast 600 Euro. „Wir sind gerade am Überlegen. Das Rad hat auf jeden Fall einen ausgefallenen Rahmen und eine tolle Lackierung.“

"Viele Räder sind überteuert"

Auch bei den Kinderrädern gibt es noch Angebote. Zwei Einräder zum Beispiel, eines zum Schnäppchenpreis von 15 Euro. Oder ein sehr gut erhaltenes Kindertrekking-Rad für 175 Euro und ein etwas teureres, aber dafür sehr pink lackiertes Rad für 230 Euro.

Die Verkäufer sind nicht vor Ort. Sie haben ihr Radl bereits am Samstag abgegeben. Zu den Preisen gibt es teilweise kritische Stimmen: „Viele Räder sind überteuert“, findet eine Mutter, die gerade für 120 Euro ein mattschwarzes Teenager-Rad für ihre Tochter gefunden hat. „Das Rad, das wir jetzt kaufen, würde neu allerdings 380 Euro kosten“, räumt sie ein. Dazu hat uns der Fahrradservice Dynamo Biss vor Ort beraten.“ 50 Euro zahlt eine andere Besucherin für ein City-Bike. „Ich hatte eher mit weniger gerechnet“, sagt sie.

Gegen 12.45 Uhr sind nicht nur viele Räder weg, sondern auch der Geldautomat am Zenith leer. „549 Euro für das faltbare Birdy habe ich gerade noch gezogen“, sagt eine Münchnerin. „Das hätte ich gebraucht im Internet auch bezahlen müssen, aber da weiß man nie, wie der Zustand wirklich ist.“

Darum trenne ich mich von meinem Fahrrad

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