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Rückzugsraum: einer der „privaten Wohnhöfe“, die in den Wettbewerb eingebracht wurden.

Wohnungen für 15.000 Münchner geplant 

New Yorker Vorbild: So soll die Bayernkaserne in Freimann aussehen

Der Bryant Park in New York ist Vorbild: Das künftige Quartier auf dem Gelände der alten Bayernkaserne soll Stadt und Park verbinden. Kommendes Jahr ist Baubeginn.

München - Freilich, es dauert noch mehr als zehn Jahre, bis das Mammutprojekt Bayernkaserne vollendet ist, aber immerhin: Der sogenannte Masterplan steht, und es ist auch klar, welchen Anstrich er bekommt. Grün soll es werden, das neue Stück München, am besten eine Symbiose aus Park und Stadt. Insgesamt erstreckt sich das Planungsgebiet über 58 Hektar. Rund 15.000 Menschen sollen hier einmal leben, in 5000 bis 6000 Wohnungen. Die Detailplanungen laufen nun an.

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Als Vorbild haben sich die Gewinner des Architekturwettbewerbs Hilmer & Sattler nach eigenen Angaben am Bryant Park in New York orientiert. Etwas hochgegriffen sei das zwar, wie die Architektin Rita Ahlers auf der Bezirksausschusssitzung in Schwabing-Freimann jüngst betonte, doch es gehe ja um das Prinzip, Stadt und Park miteinander zu verbinden. Der Entwurf sieht einen „Grünboulevard“ vor, der das Quartier in der Mitte durchschneidet und den Bewohnern als Flaniermeile, Aufenthaltsort und Treffpunkt für entspannte Sonntage dient. Breite Grüngürtel im Norden und Süden des Quartiers, die reichlich mit Schul-, Vereinssport sowie Freizeitflächen ausgestattet werden, schirmen schützend das neue Viertel vor der dicht befahrenen Heidemannstraße und dem Euro-Industriepark ab.

Der Masterplan (Stand April 2017) zeigt die klare Gliederung des Areals mit dem Grünboulevard.

Gemeinschaftsgärten auf Dächern, Obstbäume in Innenhöfen

Auf den Dächern sollen Gemeinschaftsgärten entstehen. In den Innenhöfen der Häuser, die mit Durchgängen verbunden sein werden, sollen zahlreiche Obstbäume gepflanzt werden. Hier sollen Kinder gefahrlos spielen können, nebenbei etwas über die Natur lernen - und Äpfel, Zwetschgen und Birnen ernten können. So zumindest die Idee.

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Klingt beschaulich, doch es gibt auch Konfliktpunkte. Denn bekanntlich werden in München Bäume gefällt, wenn Baumaßnahmen anstehen. Im Fall der Bayernkaserne nicht zu knapp: 2000 Bäume sollen weichen, das entspricht mehr als der Hälfte des bestehenden Baumbestands. Die Planer betonen aber, dass es eines der obersten Ziele des Projekt sei, möglichst viele Bäume zu erhalten. Außerdem sollen zwei Drittel der Bäume wieder nachgepflanzt werden.

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Die Vorsitzende des BA-Unterausschusses für Stadtplanung und Architektur, Petra Piloty (SPD), überzeugt das nicht. Schließlich wachsen Bäume nicht über Nacht nach. Die Versicherung, das fehlende Drittel auf Privatflächen unterzubringen, reicht Piloty nicht: Schließlich sollte der Erhalt des Baumbestandes ein „wesentliches Anliegen“ sein, gerade wenn man versuche, dem neuen Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne eine grüne Seele zu verleihen, gab Piloty zu bedenken. Sie plädiert dafür, zu überprüfen, ob tatsächlich so viele Bäume gefällt werden müssen.

Markant: So stellen sich die Architekten den Quartierseingang Nord vor.

Julia Meine

In München hat man unter dem Boden der Bayernkaserne echte Sensations-Funde aus dem zweiten Weltkrieg sicherstellen können. Das Gelände soll in Zukunft ein Wohngebiet werden.

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