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Eindeutiges Plakat: Eine Bürgerinitiative fordert den Erhalt des Sportgeländes – statt eines Premium-Fitnesscenter.

„Pläne bedeuten das Ende des Vereins“

Bürgerinitiative macht mobil: Widerstand gegen Pläne für Allianz-Gelände wächst

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Dem Gelände des SV Weißblau-Allianz München e.V. droht das Aus, es soll ab August 2018 verpachtet werden - an einen britischen Premium-Fitnessanbieter. Der Widerstand wächst.

Die Allianz bekommt für ihren Plan, das Gelände des SV Weißblau an einen britischen Premium-Fitnessanbieter zu verpachten, immer mehr Gegenwind. Wie berichtet, hatte bereits OB Dieter Reiter (SPD) den Versicherungskonzern aufgefordert, die Kündigung des Pachtvertrags mit dem Sportverein zum 31. Juli zu überdenken. Er habe Sorge, dass der Fortbestand des 1926 gegründeten Klubs gefährdet sei. Überdies hatte es vor zwei Monaten bei einer öffentlichen Veranstaltung wütende Proteste gegeben.

Nun hat sich auch eine Bürgerinitiative gegründet, die dem SV Weißblau in seinem Existenzkampf beisteht. Anwohner, Vereinsmitglieder, der Bund Naturschutz sowie die örtliche CSU und die Grünen haben sich dem Bündnis angeschlossen. In einer Erklärung heißt es: „Die Pläne bedeuten das Ende des Vereins mit seinen knapp 4000 Mitgliedern, Baumaßnahmen im Landschaftsschutzgebiet und die Zerstörung sozialen Miteinanders.“ Mit einer Plakataktion in der unmittelbaren Umgebung des Sportgeländes an der Osterwaldstraße hat die Bürgerinitiative auf sich aufmerksam gemacht. Außerdem wurde eine groß angelegte Unterschriftenaktion initiiert (www.patric-wolf.de/sportallianz). CSU und Grüne haben Anträge im Bezirksausschuss und im Stadtrat gegen die Umnutzung des Geländes gestellt.

Die Organisation des Widerstands haben der CSU-Fraktionssprecher im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann, Patric Wolf, der Grünen-Sprecher des Ortsverbandes Schwabing und Münchner Bund-Naturschutz-Vorsitzende Christian Hierneis sowie der Anwohner Professor Jürgen Howe übernommen. Wolf sagt: „Wir brauchen keinen teuren Premium-Anbieter, sondern Sport- und Freizeitmöglichkeiten für alle.“ Hierneis hält das Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet mit 200 zusätzlichen Parkplätzen für nicht genehmigungsfähig. Auch OB Reiter hatte auf diesen Umstand hingewiesen. Jürgen Howe betont: „Als Anwohner und Bürger freue ich mich, wenn Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch viele ältere Menschen ihrer Sportbegeisterung nachgehen können. Und zwar alle, nicht nur Wohlhabende. Deshalb muss der Verein erhalten bleiben.“

Links sehen Sie die Ideen (laut CSU im Bezirksausschuss 12). Auf der Fläche der aktuellen Tennisplätze soll Gastronomie entstehen, entlang der Osterwaldstraße sind Parkplätze geplant. Neue Tennisplätze sowie eine Traglufthalle sind nordöstlich des Restaurants und des Fußballplatzes angedacht. Die Aschenbahn wird wohl aufgegeben. Unklarheit besteht darüber, ob man eine Brücke in Richtung des Englischen Gartens bauen kann.

Der kommerzielle Nutzer David Lloyd Leisure würde nicht nur ein Fitnesscenter errichten, sondern auch die geplante Sanierung des Gebäudes finanzieren. Ferner sind eine Tennishalle, ein Außenschwimmbad, eine Brücke über den Schwabinger Bach und ein Glaspavillon für eine Eventgastronomie geplant. Die Allianz möchte dem Vernehmen nach kein Geld in den Umbau stecken. Außerdem muss der SV Weißblau nur eine fünfstellige Pachtsumme pro Jahr entrichten. Mit David Lloyd dürfte ein wesentlich höherer Erlös zu erzielen sein. Unterdessen hat es bereits ein Gespräch zwischen dem OB und Allianz-Vorstandschef Klaus-Peter Röhler gegeben. Über den Inhalt der Unterredung ist nichts bekannt.

Klaus Vick

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