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Der Brand in der Schwabinger Destouchesstraße ging offenbar von einem Ethanol-Ofen aus. 

Millionenschaden nach Wohnungsbrand

Feuer-Inferno in Schwabing: Das war (vermutlich) der Auslöser

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Zwei Tage nach dem Flammen-Inferno in München-Schwabing zeigt sich nun allmählich das ganze Ausmaß des Schadens. Die Ursache, warum fünf Wohnungen nicht mehr bewohnbar sind, ist wohl gefunden.

München - Beim Brand einer Wohnung im zweiten Stock eines sanierten Altbau-Hauses in der Destouchesstraße (Schwabing) in der Nacht zu Sonntag ist vermutlich ein Millionenschaden entstanden. Der Brand ging offenbar von einem Ethanol-Ofen aus. 

Die Wohnung des Zeitungslieferanten (53) brannte in großen Teilen aus. Er selbst und sein Freund retteten nichts weiter als ihr nacktes Leben. Die Hitze war so groß, dass die Böden über der Brandwohnung  schmolzen. Das Löschwasser verwüstete die Wohnungen darunter. Zwei Hausbewohner musste die Feuerwehr über Leitern aus dem vierten Stock retten. Alle anderen konnten unverletzt fliehen. Fünf Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. 

Ethanol-Ofen war in Betrieb und stand in der Nähe der Bücherwand

Mit rußgeschwärztem Gesicht stand in der tragischen Nacht auch der Bewohner der Brandwohnung auf der Straße. Er sagt, dass er 20 Minuten nach Mitternacht im Wohnzimmer noch ferngesehen habe. Der Ethanol-Ofen war in Betrieb. Er stand in der Nähe der Bücherwand, die nach Schilderung des Bewohners plötzlich in Flammen stand. 

Zwei Hausbewohner musste die Feuerwehr aus dem vierten Stock retten. Alle anderen konnten unverletzt fliehen. Fünf Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. 

Der 53-Jährige hatte noch versucht, die Flammen selbst zu löschen. Zusammen mit seinem Freund musste er jedoch vor dem Rauch und der Hitze fliehen. Die Ermittlungen der Brandfahnder dauern noch an. Zudem wird die Statik der Böden, Wände und Decken  geprüft. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing – mein Viertel“.

Dorita Plange

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