Erst Pfefferspray beruhigt die Lage

Messerstiche in Asylunterkunft: Ehepaar wehrt aggressive Eindringlinge ab

Zunächst war es eine verbale Auseinandersetzung, die dann völlig eskalierte. Am Montagabend sind bei einem Streit zwischen zwei Gruppen mehrere Personen durch Messerstiche verletzt worden.

Freimann - Am vergangenen Montag um 21.00 Uhr, gerieten in einer Unterkunft am Frankfurter Ring ein jordanisches Ehepaar und eine vierköpfige Gruppe nigerianischer Asylbewerber in Streit. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, wie die Münchner Polizei berichtet.

In weiterem Verlauf versuchten zwei der Nigerianer in das Zimmer des jordanischen Ehepaares einzudringen. Einer der beiden war mit einem Küchenmesser bewaffnet. Der jordanische Ehemann, ein 38-Jähriger, verhinderte ein Eindringen der beiden Angreifer, indem auch er zum Messer griff und dem 26- jährigen Angreifer auf den Hinterkopf schlug. 

Kontrahenten erleiden Stichwunden

Nach bisherigen Ermittlungen verletzte er dabei den zweiten Angreifer, einen 27-Jährigen unabsichtlich mit seinem Messer an der Schulter. Er erlitt einen zehn Zentimeter langen und zwei Zentimeter tiefen Schnitt. 

Herbeigerufene Sicherheitskräfte drängten die Nigerianer zurück. Dabei verletzte der Jordanier einen der Sicherheitsmitarbeiter mit seinem Messer leicht an der Hand. Ein dritter Nigerianer wurde im Gerangel ebenfalls von einem Messer verletzt. 

Lage zunächst beruhigt - dann kommt Pfefferspray zum Einsatz

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten beim Eintreffen die Lage beruhigen und die Beteiligten vorübergehend festnehmen. Ein bis dahin nicht an der Tat beteiligter 36-jähriger Nigerianer bedrohte im Rahmen des Einsatzes die Beamten mit einer abgebrochenen Flasche. Diese setzten Pfefferspray gegen ihn ein. 

Die Verletzten wurden ambulant in Krankenhäusern behandelt. Der 26-jährige und 27-jährige Nigerianer, die zuvor mit dem jordanischen Ehepaar in Streit geraten waren, sowie der 36- Jährige, der die Beamten mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht hatte, wurden der Haftanstalt überstellt. Die Staatsanwaltschaft entließ die 26- und 27-Jährigen. Der Ermittlungsrichter erließ gegen den 36-Jährigen Haftbefehl.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa / Andreas Gebert

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