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Soll saniert werden: Die Kita an der Haimhauser Straße in Altschwabing.

Einrichtung in Schwabing

Kita muss umziehen: Stadt lässt Kinder stehen

München - Nach dem Zwangsumzug der Kita an der Haimhauser Straße in Schwabing wegen Sanierung, fährt womöglich kein Bus zur neuen Bleibe.

Mitte Februar kam für die Eltern die schockierende Nachricht: Die städtische Kindertagesstätte an der Haimhauser Straße 17 nahe der Münchner Freiheit muss generalsaniert werden. Mindestens zwei Jahre wird das dauern. Ersatzräume für die 98 Kinder fand man im gerade fertiggestellten Haus Lissi-Kaeser-Straße 13, das eigentlich Kinder aus dem neuen Quartier am Ackermannbogen aufnehmen sollte. Zähneknirschend akzeptierten Lokalpolitiker, Erzieherinnen und Eltern den Umzug in die ziemlich weit entfernte Kita – nicht zuletzt, weil das Referat für Bildung und Sport einen Shuttle-Service zugesagt hatte.

Diese Woche nun ging der Umzug über die Bühne, am Mittwoch öffnete der Kindergarten an der Lissi-Kaeser-Straße erstmals. Als die Eltern ihre Kinder am Nachmittag in der neuen Einrichtung abholten, erwartete sie die Kindergartenleitung mit einer Hiobsbotschaft: Der ab dem heutigen Montag geplante Shuttlebus werde doch nicht fahren. „Wir als Elternbeirat sind empört, dass die Stadt München sich nicht an die Zusagen hält“, heißt es in einem Rundbrief an die Eltern.

Vor allem die Informationspolitik der Stadt („die den Namen nicht verdient“) bringt die Betroffenen auf die Palme. In so kurzer Zeit könne man kaum mehr Alternativen organisieren, zumal der Kindergarten am Freitag geschlossen war. Claudia Eger findet es mehr als belastend, dass die Stadt alles auf die Eltern abwälzt. „Ich saß gestern bis halb elf Uhr abends und habe Mails beantwortet“, so die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende. „Das Vertrauen in die Stadt war vorher schon angeknackst“, konstatiert Eger, „jetzt ist es ganz weg.“

Was man den Eltern nicht mitteilte: Beim Referat für Bildung und Sport hat man den zugesagten Shuttlebus anscheinend noch nicht ganz abgeschrieben. „Es sieht gut aus. Wir sind zuversichtlich, dass es am Montag klappt“, betonte Pressesprecherin Christina Warta am Freitagvormittag auf unsere Recherche hin. Und tatsächlich, gegen 14 Uhr erreichte die Elternbeiratsvorsitzende Sylvia Glauche die Nachricht: Der Shuttle soll am heutigen Montag nun doch fahren. Bei Claudia Eger bleiben die Zweifel: „Man wird sehen. Ich bin gespannt, ob tatsächlich ein Bus kommt.“

Margot Deny

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