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Immer unterwegs in ihrem Viertel: Rosi Griesbacher. Die 81-Jährige kümmert sich um etliche Sozialprojekte.

Mein perfekter Tag in München

Mein perfekter Tag in München: Rosi Griesbacher zeigt uns Schwabing-Freimann

Mein perfekter Tag in München: Rosi Griesbacher (81) Jugendbeauftragte zeigt uns ihr Viertel Schwabing-Freimann.

München - Rosemarie Griesbacher – im ganzen Viertel als Rosi bekannt – ist ein Tausendsassa. An Ruhestand ist bei der 81-Jährigen nicht zu denken. In ihrer Kleider- und Sachspendenkammer „Halle 14“ in der ehemaligen Bayernkaserne sammelt sie für Flüchtlinge. Zudem ist Rosi Jugendbeauftragte im Deutsch-Amerikanischen Frauenclub, im Bezirksausschuss und im Trachtenverein „Die schöne Münchnerin“ aktiv. „Heuer arbeite ich auch bei der Gepäckaufnahme auf der Wiesn. Darauf freue ich mich besonders“, sagt Rosi. „Ich brauche immer was zu tun. Was soll ich sonst machen? Auf meine alten Möbel daheim aufpassen?“

Für ihr Engagement hat Staatsministerin Emilia Müller Rosi im Juni die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste verliehen. Rosi ist in Schwabing-Freimann geboren und aufgewachsen. „Es ist kein Stadtteil, es ist ein Zustand“, beschreibt sie das Lebensgefühl in ihrem Viertel.

1. Münchner Freiheit

Der perfekte Tag in Schwabing-Freimann startet für Rosi im Café Münchner Freiheit an der Münchner Freiheit 20 (Öffnungszeiten im Sommer: montags bis sonntags von 7 bis 21 Uhr). Dort gönnt sie sich ein kleines Frühstück mit Mini-Müsli, Brötchen und allem, was dazu gehört. „Ich gehe hier seit 20 Jahren mindestens einmal die Woche her“, erzählt Rosi. „Das Café ist eines der ersten, die so ein Frühstück angeboten haben.“ Ab und an lädt sie die Jugendlichen des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs ins Café ein.

Der perfekte Tag in Schwabing-Freimann startet für Rosi im Café Münchner Freiheit.

2. Kosmetikstudio Olinda

Nach dem Frühstück lässt sich Rosi gerne mal im Kosmetikstudio Olinda an der Karl-Theodor-Straße 18a (geöffnet Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr) die Nägel machen. „Hier komme ich einmal im Monat für ­Pediküre und Maniküre her“, erklärt Rosi. Chefin Hilda Brüssow legt oft selbst Hand an. „Das sind Brasilianerinnen, mit denen ist’s immer eine Fetzngaudi, und es läuft gute Musik“, berichtet Rosi. Manchmal käme sie auch einfach so her, ohne sich die Nägel machen zu lassen. „Einfach nur auf einen guten Ratsch.“

Einmal im Monat lässt sich Rosi die Nägel machen.

3. Trachten-Shoppen im MB Style

Rosi trägt schon immer gerne Dirndl. Seit 20 Jahren geht sie zu MB Style München an der Leopoldstraße 106 (montags bis freitags von 11 bis 13 und 14 bis 18 Uhr). Schneidermeisterin Melanie Baumgartner kümmert sich um die Tracht und passt zum Beispiel den Schnitt an.

Rosi trägt schon immer gerne Dirndl.

4. Oskar-von-Miller-Gymnasium

Rosi läuft am Oskar-von-Miller-Gymnasium vorbei. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich werde nie den 9. Januar 1945 vergessen, als ich im Luftschutzkeller verschüttet war“, erzählt sie. Damals war Rosi neun. Sie hat überlebt, doch bis heute wird sie den Geruch des Kellers nicht los. Trotzdem ist sie ans „Oskar“ zurückgegangen. „Ich kenne dort viele Jugendliche durch den Deutsch-Amerikanischen Frauenclub, bin bei vielen Feiern dabei.“

Oskar-von-Miller-Gymnasium.

5. Entspannen im eigenen Garten

Den Nachmittag verbringt Rosi daheim. „Der Garten ist mein Ein und Alles“, so die 81-Jährige, während sie inmitten eines Blütenmeeres sitzt und Zeitung liest. „Wenn ich gestresst bin von der Arbeit, ist das mein Ruhepol.“ Den Garten sowie das 84 Jahre alte Haus an der Löwithstraße hat sie von ihren Eltern geerbt. Dort kam sie auch zur Welt. „Die Möbel im Haus sind noch die, die meine Eltern zur Hochzeit bekommen haben“, erzählt Rosi. Inzwischen lebt sie mit ihrem Sohn dort. Abends bestellt sie sich noch eine Pizza von Italy an der Leopoldstraße 108.

„Der Garten ist mein Ein und Alles“, sagt Rosi.

Schwabing-Freimann in Zahlen

Schwabing-Freimann (rund 78 000 Einwohner) ist der 12. Stadtbezirk. Er besteht aus den östlichen Gebieten der ehemaligen Stadt Schwabing, aus der früheren Gemeinde Freimann und Fröttmaning.

In Freimann entsteht ein völlig neues Viertel für fast 14.000 Einwohner. Mehr zu den Veränderungen 2018 in Schwabing-Freimann lesen Sie hier. 

Mein perfekter Tag in meinem Viertel

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing – mein Viertel“.

Laura Felbinger

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