Abfallwirtschaftsbetrieb München

Wertstoffhof-Mitarbeiter packt aus: Das nervt mich

Insgesamt sei er glücklich als Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM), erklärt ein Mitarbeiter. Aber ein paar Dinge nerven ihn schon. Inzwischen hat sich sein Arbeitgeber zu Wort gemeldet. 

München - Manchmal würden sie Sexspielzeug in den Containern finden. „Die Leute schämen sich, nachzufragen, wo das hingehört und werfen es dann in einen beliebigen Container, wo es überhaupt nichts zu suchen hat“, berichtete ein AWM-Mitarbeiter namens „Markus“, der als stellvertretender Platzwart am Wertstoffhof in München-Freimann tätig ist.

Er sprach mit jetzt.de über seinen Beruf. Gleich zu Beginn hatte er auch einen Geheimtipp: Besonders für Studenten sei der Verkauf von gebrauchten Möbeln in Pasing eine gute Sache. Aber er wusste auch von allerhand Ärger mit Kunden zu berichten, der nicht so lustig war wie falsch weggeworfenes Sexspielzeug.

Immer wieder Ärger mit Kunden

„Wenn Kunden hochnäsig sind und nicht respektieren, was ich sage, regt mich das auf“, berichtete er dem Jugendportal. Beispielsweise habe vor kurzem ein Kunde nicht einsehen wollen, dass er seine Glasflaschen nicht zum Wertstoffhof, sondern zu einer Wertstoffinsel bringen sollte. „Er wollte das nicht einsehen und hat die Glasflaschen einfach in den Sperrmüllcontainer geworfen.“

Ärgern würde ihn auch, dass manche Kunden erwarteten, dass die Mitarbeiter des Wertstoffhofs ihnen das Auto ausräumen. Dies sei nicht ihre Aufgabe. „Einer der Standardsprüche ist: ,Ihr werdet schließlich von Steuergeldern bezahlt!‘“, klagt der Mitarbeiter. Dabei sei ihre Hauptaufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Abfallarten korrekt in den richtigen Containern landeten. Dorthin müssten die Kunden sie aber selber bringen.

Besonders gut könne er sich daran erinnern, wie er das erste Mal ein Hausverbot erteilen musste. Ein Mann, der eine größere Menge an Sperrmüll dabei hatte, das der Wertstoffhof gratis entgegennimmt, machte Ärger. Weder wollte er die Entsorgung zahlen noch den Hof verlassen. Auch ein Hausverbot half nichts, schließlich musste die Polizei die Sache klären.

Aber: „Ich bin glücklich hier“

Die meisten Leute seien aber normal, mit manchen Stammkunden komme er sogar ins Plaudern. Er sei insgesamt zufrieden mit seiner Berufswahl: „Ich bin glücklich hier und denke, man kann diesen Job bis zur Rente machen.“

Anderen geht es nicht so. In einer zweiteiligen Serie berichtete jüngst Ex-Tramfahrer Helmut R., wie verwöhnt die Münchner Fahrgäste sind und warum der Job ihn fertig gemacht hat. Stress im Job wird immer weniger zur Ausnahme als zum Regelfall in der Arbeitswelt. Laut einem Forschungsprojekt gibt es elf Faktoren, die krank machen.

Lesen Sie hier, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb München auf das Lästern seines Mitarbeiters reagiert.

 

hs

Rubriklistenbild: © Michael Westermann

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