Tote und Verletzte in den USA: Zug stürzt auf Autobahn

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In diesem Haus soll Krzysztof W. seine Verlobte Monika B. erstochen haben - heimtückisch und aus niederen Beweggründen.

Prozesstermin noch unklar

Motiv Eifersucht! Jetzt steht die Anklage gegen den Mörder von Freimann

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Vor wenigen Tagen hat die Münchner Staatsanwaltschaft Anklage gegen Krzysztof W. erhoben. W. soll heimtückisch und aus niederen Beweggründen gemordet haben. Motiv: Eifersucht! 

„Es ist endlich vorbei.“ Das war Krzysztof W.s letzte Nachricht, bevor er sich am 7. Februar bei der Polizei stellte – als Mörder. Der 27-Jährige hatte am Tag zuvor seine Verlobte Monika B. († 33) in der gemeinsamen Wohnung in Freimann erstochen (wir berichteten). Vor wenigen Tagen hat die Münchner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Trockenbauer erhoben. W. soll heimtückisch und aus niederen Beweggründen gemordet haben. Motiv: Eifersucht! 

Wenige Wochen zuvor schien das Liebesglück noch perfekt. Auf seiner Facebook-Seite präsentierte Krzysztof W. stolz Fotos – eines, auf dem sie sich innig küssten. Und eines, das die Hand seiner zukünftigen Ehefrau zeigt, auf ihrem Finger funkelt ein Brillantring – das Paar stand kurz vor der Hochzeit. Gemeinsam renovierten sie eine kleine Einliegerwohnung am Grasrainweg im Münchner Norden. Doch es gab auch düstere Phasen in der Beziehung. Krzysztof W. war offenbar ein Getriebener seiner krankhaften Eifersucht. Der Pole hatte Angst, seine Monika würde ihn mit einem anderen Mann betrügen.

Im Suff wurde er nach tz-Informationen mehrmals handgreiflich. Nachbarn berichten von lautstarken Streitereien. W. selbst bekam von den Betreibern des Rewe-Supermarktes in der Nähe Hausverbot – weil er zusammen mit seiner Verlobten Alkohol klaute und sich gegenüber dem Personal aggressiv verhielt. Dass seine Unzufriedenheit in einer grausamen Tat gipfelt – damit hat wohl niemand gerechnet.

Bereits einen Tag zuvor, am Sonntagabend, hörten Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus einen heftigen Streit zwischen dem Paar. 24 Stunden später schrie Monika B. um ihr Leben. Anwohner stürmten in die kleine Kellerwohnung und fanden die 33-Jährige blutüberströmt auf dem Boden – übersät mit unzähligen Messerstichen. Über ihr stand Krzysztof W. mit apathischem Blick. In Panik verschlossen die Nachbarn die Wohnung, wollten den Killer einsperren und riefen Polizei und Rettungsdienst. 

Nachbarn sperrten Krzysztof W. in der Wohnung ein – doch der kletterte aus dem Fenster

Krzysztof W. kletterte in der Zwischenzeit aus dem Fenster und ergriff die Flucht. Monika B. wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort dann aber wenig später ihren schweren Verletzungen. Eine Obduktion ergab, dass Monika B. an den Folgen mehrerer Schläge gegen den Kopf und zahlreicher Stiche mit einem Obst- und einem Teppichmesser im Hals- und Brustbereich starb. 

Oberstaatsanwalt Florian Weinzierl sagte zur tz: „Wir gehen davon aus, dass der Angeklagte sein Opfer von hinten heimtückisch angegriffen hat.“ Außerdem sei mit dem Motiv Eifersucht das weitere Mordmerkmal der niederen Beweggründe erfüllt. 

Ein Termin für den Prozessauftakt steht noch nicht fest. Krzysztof W. flüchtete über den U-Bahnhof Kieferngarten mit der Linie U6 in die Innenstadt. Am Dienstag – einen Tag nach dem Blutbad –stellte er sich freiwillig bei der Verkehrspolizei an der Tegernseer Landstraße – und gestand alles.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“

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