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Kerzen, Blumen und ein Foto des Verunglückten, das ihn mit seiner Freundin zeigt, erinnern an Ante C.

Unerträglicher Schmerz

Motorradfahrer stirbt mit 30: Hier trauern seine Freunde

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Blumen, Kerzen und ein Bild von Ante und seiner großen Liebe stehen am Unglücksort an der Lerchenauer Straße. Die Freunde sind in tiefer Trauer. 

Am Straßenrand der Lerchenauer Straße lagen am Tag danach noch die Trümmer des feuerroten Superbikes, einer BMW S 1000 RR. An dieser Stelle starb am Mittwochabend der junge Motorradfahrer Ante C. (30) – und mit ihm sein Traum von Liebe, Familie und einer glücklichen Zukunft. Denn Ante hinterlässt seine Freundin, die in der achten Woche schwanger ist.

Das feuerrote Superbike war immer sein Traum

Ante C., seine Familie und viele seiner Freunde stammen aus Kroatien. In München hatte er seinen Traumjob in der Logistik des BMW-Werkes gefunden. Seit der Kindheit konnte sich Ante C. für schnelle Autos und Motorräder begeistern. Im Frühling erfüllte er sich seinen Traum: Die rote S 1000 RR – 199 PS stark, in sieben Sekunden auf Tempo 200. Auf Facebook präsentierte er sich damit im April, lachte stolz und glücklich. „Geiles Bike, fahr vorsichtig“, schrieben zwei seiner Freunde noch darunter.

Auf dem Asphalt fand der Gutachter keine Bremsspur

Am Mittwoch um 21.55 Uhr war Ante auf der Lerchenauer Straße unterwegs. Eine gerade Strecke, die Fahrbahn war trocken. Aber den Citroen C3, der vor ihm aus der Glockenblumenstraße auf die Lerchenauer Straße einbog, sah Ante C. zu spät. Auf dem Asphalt fand der Gutachter später keine Bremsspur. 

Völlig ungebremst muss Ante in die Beifahrerseite des Autos gekracht sein. Beim Aufprall wurde er über das Autodach fast 30 Meter weit durch die Luft und gegen einen der Straßenbäume geschleudert. 

Erste Helfer waren sofort zur Stelle. Sie versuchten zu helfen und sprachen ihm Mut zu, bis der Notarzt und die Feuerwehr kamen. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Herz des Schwerstverletzten schon aufgehört zu schlagen. Unter laufender Reanimation wurde er noch in eine Klinik gebracht. Dort jedoch mussten die Ärzte den Kampf bald aufgeben.

Spuren des Unglücks: Teile des völlig zerstörten Motorrads lagen am Tag danach noch am Unfallort.

Am Tag danach versammelten sich Antes Freunde an der Unglücksstelle, stellten Kerzen, ein Bild und Blumen auf und gaben sich Halt und Trost. Zu begreifen, dass der beste Freund nicht mehr zurückkommt – das ist kaum zu ertragen. Die Freunde sprachen auch mit einem Helfer, der Ante am Unfallort bis zuletzt beistand. Dessen letzten Worte an den Helfer seien gewesen: „Nicht sterben...“. 

Dorita Plange

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