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Mit Demonstrationen gegen das Park-Chaos haben Anwohner ihrem Ärger bereits Luft gemacht.

“Alle, die gewieft sind...“

Stadt will Anwohner vor Park-Chaos an Allianz Arena schützen - so dreist umgehen einige das Verbot

Spiele in der Allianz Arena sorgen seit Jahren für Ärger bei Anwohnern. Einfahrten sind zugeparkt und der Parksuchverkehr bringt Lärm und schlechte Luft.

München -  In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann wurde viel Lob am neuen Anwohnerschutzkonzept geäußert, es gab aber auch Kritik. Seit August sind an acht Zufahrten Verkehrszeichen und Sperrbaken aufgestellt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sind im Auftrag der Stadt dort postiert. Ein Problem sei nun, dass die Sicherheitsleute keine Befugnis haben, um Autofahrer anzuhalten. „Alle, die gewieft sind, fahren einfach rein und schauen nicht nach links und rechts“, sagt Anwohner Walter Hilger. 

Anwohner bewerten Situation bei Fußballspielen in München

Insgesamt habe sich die Situation in der Hinrunde allerdings von Spiel zu Spiel deutlich verbessert. Vor allem in den Straßen im Norden gebe es kaum noch Probleme. Anders sehe es allerdings im Süden aus. „Die Einfahrten zu den schmalen Straßen, wie dem Schlößlanger, werden immer noch von einigen Autofahrern zugeparkt.“ 

Betroffene aus München haben Vorschläge: „Wenn die Polizei ...“

Helfen könne laut Walter Hilger zum Beispiel eine Polizeistreife, die Fahrzeughalter in der Kieferngartenstraße daraufhin kontrolliere, ob diese Anwohner seien. „Der Sicherheitsdienst darf das leider auch nicht“, bedauert er. „Wenn die Polizei bei zwei oder drei Spielen präsent wäre, dann würden die Fans das sicher nicht noch mal probieren.“

Ein weiterer Anwohner beschwerte sich, weil die Polizei wenig Interesse zeige, Strafzettel an Autos mit auswärtigen Kennzeichen anzubringen. Insgesamt habe sich die Situation aber sehr verbessert. Die Zufahrtsregelung gilt zunächst probeweise bis zur Winterpause. 

hell

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