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Das Münchenstift-Haus (li.) an der Rümannstraße kämpft mit einem Mäusebefall. Oft füttern die Senioren die Nager unbewusst an.

Angst vor Krankheiten

Sie krabbeln bis in die Zimmer der Bewohner: Tier-Alarm im Münchenstift

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Mäuse wirken klein und harmlos, können aber gefährliche Krankheiten übertragen. Und seit einigen Monaten krabbeln sie immer wieder in das Münchenstift-Haus an der Rümannstraße. Bis in die Zimmer der Senioren. Die Nager können Krankheiten übertragen.

In den Ecken, hinter den Schränken und unter dem Bett – ein Bewohner des Seniorenhauses beschwert sich seit Monaten über Mäusekot in seinem Zimmer. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt die Hausleiterin Brigitte Harz-Jahnel: „Es ist leider korrekt, dass es Mäuse auf dem Grundstück und auch im Haus gibt.“ Im Mai sei deshalb das erste Mal die Schädlingsbekämpfungsfirma APC da gewesen – doch Münchenstift kämpft immer noch mit dem Mäusebefall.

Mäuse-Alarm im Münchenstift: Bewohner füttern Tiere oft an

„Die Mäuse vermehren sich sehr schnell“, erläutert Harz-Jahnel. Besonders problematisch: Viele der Senioren füttern die Nager. Das Gebäude liegt an einem großen Park mit einem Ententeich. „Einige Bewohner legen für die Enten und Tauben Brot vor die Tür“, sagt die Heimleiterin. Immer wieder spreche die Hausleitung die Senioren direkt, per Aushang und in der internen Zeitung auf das Fütterverbot an. „Leider zeigt das nur bedingt Wirkung.“ Einige würden die Bitte aufgrund von Demenz vergessen – andere hielten sich schlicht nicht dran.

„Das Gebäude und der Park sind ein Habitat für Mäuse“, sagt Kammerjäger Helmut Steinberger von der Firma ACP. Grundsätzlich sollen immer rund 20 Schnappfallen im Außen- und 40 Fallen im Innenbereich vor den Mäusen schützen. Jetzt hat die Firma 15 weitere aufgestellt. „Es ist nicht leicht, den Befall zu bekämpfen“, sagt er, „weil Mäuse durch kleinste Ritzen in den Fassaden eindringen können.“ Die Kammerjäger hätten es auch schon mit Giftködern probiert – die seien aber nicht empfehlenswert, so der Experte. „Es dauert etwa einen Tag, bis die Maus in irgendeiner Ecke verendet. Die muss man dann erst einmal finden.“

Bei vielen schrillen die Alarmglocken, wenn es um Mäusebefall geht: Denn das gefährliche Hantavirus wird durch Mäuseexkremente übertragen. „Die Viren können in Form von Staub eingeatmet werden“, erklärt Dieter Hoffmann vom Institut für Virologie der TU München. „Das kann bis zu Nierenversagen führen.“ Hauptüberträger sei die Rötelmaus. Laut Steinberger gehe es bei Münchenstift um Hausmäuse. Aber auch die können laut Umwelt-Bundesamt Krankheiten wie Salmonellen, Typhus oder Gelbsucht übertragen sowie Allergien und Asthma auslösen.

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