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Endlich wieder frei: Die Feuerwehr rettete am Samstag in Schwabing eine Taube.

Rettungsaktion in Schwabing

Feuerwehr befreit Taube aus Netz

München - Ohne Hilfe wäre sie wohl elendig verendet: Die Feuerwehr hat eine in einem Netz gefangene Taube gerettet. Die Tiere haben laut einer Expertin zu Unrecht einen so schlechten Ruf.

Tierische Rettungsaktion in der Wilhelmstraße (Schwabing): In fünf Metern Höhe war am Samstag eine Taube hinter einem Netz an einem Gebäude gefangen. Die Feuerwehr kam mit einem Wagen samt Drehleiter. 14 Minuten dauerte es, dann flatterte die Taube davon.

Ein Tier, das zu Unrecht ein so schlechtes Image hat, sagt Judith Brettmeister vom Münchner Tierheim. Das Problem mit zu vielen Tauben in den Städten sei hausgemacht.

Die Stadttaube ist ein verwilderter Nachkomme von Rasse- und Zuchttauben. Die wurden einst genetisch so verändert, dass sie sieben Mal im Jahr brüten. Also viele Nachkommen zeugen …

In München ist es seit 1996 verboten, verwilderte Stadttauben zu füttern. Sinnvoller, um das Problem in den Griff zu bekommen, sind laut Brettmeister jedoch sogenannte Taubenhäuser.

Die Feuerwehrbilanz 2015: Knapp eine Million Notrufe

Dort werden die Eier der Tiere durch Attrappen ersetzt, die Tiere gefüttert und ihr Kot gesammelt. Stadt und Tierschutzverein haben aber Probleme, Standorte zu finden.

Wer Tauben etwa auf dem Balkon hat, kann sich von der Stadt beraten lassen (Tel.: 089/546 36 60), sagt Alois Maderspacher vom Umweltreferat. „Dort bekommen Bürger Infos, wie sie am besten mit den Tieren umgehen.“ 

wei

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