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Unter dem Boden der Bayernkaserne kam es zu echten Sensations-Funden.

Pistolen, Gasmasken und Granaten

Sensations-Fund in München: „Sie erinnern uns daran ...“

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In München hat man unter dem Boden der Bayernkaserne echte Sensations-Funde aus dem zweiten Weltkrieg sicherstellen können. Das Gelände soll in Zukunft ein Wohngebiet werden.

München - In der bayerischen Landeshauptstadt kam es zu einem echten Sensations-Fund. Bis vor kurzem stand in Freimann noch die alte Bayernkaserne, die im zweiten Weltkrieg von den Nazis gebaut wurde, und in der von 1945 bis 1949 die Amerikaner zuhause waren. Die Stadt München will jetzt auf dem Gelände 5.500 neue Wohnungen bauen. 

Wie Bild.de berichtet, zogen zwischen Januar und Mai 2019 sogenannte „Kampfmittelräumer“ Massen an Schrott aus der Erde. Und machten unglaubliche Funde.

München: Bayernkaserne wird zu Wohngebiet - Flüchtlinge müssen Gelände verlassen

Bild.de schreibt weiter, zogen die Arbeiter insgesamt 100.000 Kilo Schrott aus der Erde. Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne sollen Wohnungen für gut 15.000 Menschen entstehen, wie tz.de berichtete. 

Dort und in dem östlich angrenzenden Gewerbegebiet an der Heidemannstraße laufen die Abrissarbeiten bereits. Im Moment sind dort noch Flüchtlinge untergebracht - diese werden das Gelände jedoch bis spätestens 2023 verlassen müssen - und in andere Einrichtungen einziehen.

München/Freimann: Sensations-Funde unter dem Boden der Bayernkaserne 

Die Arbeiter fanden in dem angesammelten Schrott Relikte des zweiten Weltkriegs. Schon im April wurde auf dem Gelände Munition des zweiten Weltkriegs gefunden. Wie bild.de berichtet, wurden jetzt drei Gestelle von Flugabwehrkanonen gefunden - insgesamt gab es im zweiten Weltkrieg davon acht Geschütze. Damals sollten diese vor allem dafür da sein, den damaligen Flugzeugmotor-Hersteller BMW zu schützen. 

Weiter berichtet das Portal von 208 Flak-Granaten des Kalibers 10,5, die sich in dem Schrott befanden. Außerdem wurde eine Rechenmaschine des Typs „Brunsviga“ aus Braunschweig gefunden.

Bayernkaserne in München: Waffen, Helme und Gasmasken - Politikerin will sie an Museen vergeben

Zu echten „Highlights“ der sensationellen Fund-Aktion gehören auch originale Helme von ehemaligen Wehrmacht- und US-Soldaten. Im Bericht heißt es zudem, dass sogar eine belgische Taschen-Pistole sichergestellt werden konnte. Auch gefundene deutsche Handgranaten werden ihre Wege in Museen bald gefunden haben. 

So stellt sich das zumindest Kommunalreferentin Kristina Frank (38) von der CSU vor. Gegenüber bild.de äußerte sie sich zu den sensationellen Funden: „Sie erinnern uns daran, dass diese Zeit nie wiederkommen darf.“ 

lso

Auch im abgelaufenen Jahr waren die Münchner manchmal recht verschusselt – und haben Dinge im Wert von mehreren hunderttausend Euro in München in der Stadt liegen gelassen. 

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