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Nach Vorfall in der Leopoldstraße

„Ich mach dich tot!“ - Nach Streit mit cholerischem Opel-Fahrer traumatisiert

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Der Streit zwischen einem Opel-Fahrer und einer Fahrradfahrerin eskalierte bis zu einer Morddrohung. Nun musste das Amtsgericht entscheiden. 

München - Radler und Autofahrer - es gibt viel Unverständnis und Wut auf beiden Seiten. Ständig gibt es erboste Wortgefechte zwischen den Verkehrsteilnehmern auf Münchens Straßen. Glücklicherweise eskalieren sie nur selten so arg, wie in diesem Fall. Ein Opel-Fahrer landete nun vor dem Amtsgericht. 

Der 51-jährige Kfz-Mechaniker aus München fuhr im Juni 2015 so abrupt in eine Parkbucht am rechten Fahrbahnrand der Leopoldstraße ein, dass eine Radfahrerin (26) eine Vollbremsung einlegen musste. Sauer zeigte sie ihm den Vogel, der 51-Jährige antwortete mit dem Mittelfinger. Da trat die junge Radfahrerin wütend gegen die Fahrertür. Zwar blieb sie unbeschädigt, doch der Autofahrer flippte nun richtig aus.

„Ich mach dich tot“, drohte er mit erhobener Faust und schlug ihr auch auf den Oberarm. Mitgefühl zeigte er nur für seinen Wagen: „Mein Auto, mein schönes Auto“. 

Therapie-Rückschlag nach dem Streit

Die Androhung hat bei der 26-Jährigen offenbar schwerwiegende Folgen hinterlassen, wie das Amtsgericht mitteilt. Frühere Gerichtsverhandlungen scheiterten, weil sie nicht erschien. Auch bei der jetzigen Verhandlung fehlte sie, allerdings entschuldigt durch ein psychologisches Attest. Sie sei zum Unfallzeitpunkt bereits in einer erfolgreichen Verhaltenstherapie wegen eines Burn-Out-Syndroms gewesen. Der Vorfall habe zu einem Rückschlag geführt: Sie leide unter panischen Ängsten, Schlaf-, Arbeits- und Lernstörungen. Ihre Psychologin meint, sie leide an einem Trauma und sei nicht verhandlungsfähig. 

Gericht hofft auf Einsicht 

So erschien nur der Opel-Fahrer vor Gericht. Dieser versuchte sich damit herauszureden, dass er gar nicht gefahren sei. Er habe ein Alibi und sei zum Tatzeitpunkt nicht gefahren. Eine Zeugin erkannte den Münchner jedoch und belastete ihn mit ihrer Aussage vor dem Amtsgericht. 

Letztlich verurteilte das Gericht den 51-Jährigen zu einer Geldstrafe von 4400 Euro sowie einem zweimonatigen Fahrverbot. Der Richter hofft, dass der Entzug der Fahrerlaubnis zu der Einsicht führt, dass „körperliche Gewalt im Straßenverkehr nichts zu suchen hat“.

mag

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