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Den Kellerraum (gut 300 Euro Monatsmiete) hatte sich der Mieter platzsparend eingerichtet.

Amtsgericht entscheidet: Mini-Apartment ab sofort illegal

Münchner (85) ist sauer, weil er Hobbykeller nicht mehr als Wohnung vermieten darf

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Cornel Schnatz ist sauer. Die Hausverwaltung verbietet ihm, den 18 Quadratmeter großen Hobbyraum im Mehrparteienhaus an der Parkstraße (Schwabing) als Wohnung zu vermieten.

„Dabei mache ich das seit 15 Jahren, in diesem Hobbyraum gibt es Küche und Duschbad, alles ist perfekt“, sagt der 85-Jährige. Doch auch das Amtsgericht in München verpflichtete kürzlich den Senior, dafür zu sorgen, dass der Hobbyraum nicht mehr bewohnt wird.

Der Kellerraum.

Dabei gab es schon vor 18 Jahren, als Schnatz eine 120-Quadratmeter-Dachgeschosswohnung in dem Haus und den Hobbyraum kaufte, für letzteren eine eigene Klingel, einen Briefkasten und Anschlüsse für Bad und Küche. Jahrelang wohnte dort ein älterer Herr für gut 300 Euro Monatsmiete. „Die Lokalbaukommission hatte das vor Jahren gestattet – ausnahmsweise, wegen der Wohnungsnot“, sagt Besitzer Schnatz. Die Hausverwaltung wollte den Mieter nun raus haben – der Fall ging vor Gericht.

Wohnraum wird vernichtet

Die Erlaubnis der Lokalbaukommission hat Schnatz nicht schriftlich – aber sie hätte ihm eh nichts genutzt, wies ihn die Richterin im Amtsgericht hin. Denn die anderen Wohnungseigentümer können unabhängig davon darauf bestehen, dass die Hausordnung eingehalten wird. Und in dieser steht nun einmal, dass der Hobbyraum nicht zu Wohnzwecken genutzt werden darf. „Ich verstehe nicht, warum Wohnraum vernichtet wird, wo er in München doch eh so knapp ist“, so der 85-Jährige.

Das Ehepaar Schnatz ist von dem Urteil enttäuscht.

Darf man generell einen Keller zur Wohnung umbauen? In einem Haus, in dem die Wohnungen verschiedenen Eigentümern gehören, ist die Hausordnung quasi das Grundgesetz für die einzelnen Eigentümer. Steht hier „nur Hobbyraum“, dann gilt das auch. Ändern kann das nur die Eigentümerversammlung, so steht es im Gesetz über Wohnungseigentum (WEG-Gesetz).

Keller darf nicht vermietet werden - zumindest nicht ohne Genehmigung

Aber auch Alleineigentümer dürfen in ihrem Haus nicht einfach den Keller ausbauen und vermieten. Dafür braucht es grünes Licht vom Bauamt. Dieses prüft, ob der Ausbau baurechtlich zulässig ist. Dazu müssen die Räume zum Beispiel 2,40 Meter Mindestraumhöhe haben, Fensterflächen von 12,5 Prozent der jeweiligen Grundfläche des Zimmers und einiges mehr.

In diesem Haus in der Parkstraße liegt das Keller-Apartment.

Einfach ohne Genehmigung den Keller schwarz zu vermieten, davor warnen die Mieterschützer vom Mieterverein München. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es auffliegt, ist hoch. Muss der Mieter dann raus, kann er Schadenersatzansprüche gegen den Vermieter stellen. Außerdem drohen hohe Strafzahlungen und ein Zwang zum Rückbau.

Susanne Sasse

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-Seite Schwabing – mein Viertel.

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