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Die CSU wohnt jetzt in Schwabing: Horst Seehofer und Andreas Scheuer bei der Eröffnung.

Eröffnung in der Parkstadt Schwabing

Neue CSU-Zentrale: Seehofers Vereinsheim - sogar mit Heizung

München - Bei Einweihungen öffentlicher Gebäude tropfen gern Pathos und Weihwasser. Ausgerechnet die CSU macht es nun anders. Mit lockeren Sprüchen und einem knappen kirchlichen Segen hat die Partei ihre Zentrale in der Parkstadt Schwabing eröffnet.

„Wir sind ein friedfertiger Nachbar“, erklärte Parteichef Horst Seehofer in seiner Festansprache. Sollte es mal größeren Medien-Rummel vorm Haus geben, habe das ganz banale Gründe: Entweder sei er gerade „in Friedensverhandlungen mit Berlin“, oder seine Abgeordneten „befassen sich fürsorglich mit dem Parteivorsitzenden“ – sprich: putschen ihn vom Sockel. Alles nichts Aufregendes also. Die neue Parteizentrale hat allerlei Namen: im CSU-Jargon „Landesleitung“, Generalsekretär Andreas Scheuer bezeichnet sie als „Vereinsheim“, offizieller Titel ist „Franz-Josef-Strauß-Haus“. Wichtiger als das ist den Mitarbeitern: Sie sind draußen aus der Enge des Hinterhofs in der Nymphenburger Straße, wo die Partei jahrzehntelang bescheiden hauste. Die Heizung dort bollerte Tag und Nacht, Sommer und Winter, regulierbar nur über das Fenster. „Man hatte die Chance zu verglühen oder zu erfrieren“, erzählt Seehofer. Gäste empfing er dort kaum, denn auf seinem Flur soll es ab und zu recht übel gestunken haben, ein kleines Problem mit dem Chefklo. Die CSU hat das Areal verkauft (Abriss, bald Bau neuer teurer Wohnungen) und die vier Stockwerke in der Mies-van-der-Rohe-Straße am Ende der A 9 gekauft. Insgesamt soll der Deal ein Volumen von 20 bis 30 Millionen Euro gehabt haben. Seehofers neues Chefbüro ist im vierten Stock – der Blick zwar etwas unromantisch auf die Aral-Tankstelle, aber dafür geruchsneutral.

cd

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