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Morgens am Sendlinger Tor: Auf der Linie U 6 brauchen die Pendler derzeit viel Geduld.

Am Kieferngarten und in Freimann

Pendler-Ärger auf der U6: Bauarbeiten sorgen für Verspätungen

Es soll alles besser werden auf der Linie U 6 im Münchner Norden – aber das heißt auch, dass es erst mal spürbar schlechter wird: Bauarbeiten verzögern derzeit den Betrieb und verärgern die Pendler.

München - „Wir sind nicht glücklich über die momentane Situation“, sagt Matthias Korte, Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Und weiter: „Wir versuchen, im Rahmen unserer Möglichkeiten gegenzusteuern.“ Hintergrund: Derzeit erneuert die MVG die Weichen an der Station Kieferngarten. Deshalb ist der Bahnhof Freimann momentan in beiden Richtungen Endstation beziehungsweise Umsteigebahnhof. Für die Passagiere heißt das: Sie müssen hier in den jeweils gegenüber fahrenden Zug umsteigen, um weiterzukommen. 

Die MVG will dafür sorgen, dass der ohnehin schon eingleisige Zugverkehr jetzt nicht noch stärker belastet wird. Störfaktoren sind insbesondere Ein- und Ausrückzüge, Lücken im Fahrtakt und Personalmangel. Die MVG hat eine Reihe von Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören zum Beispiel mehr Reservezüge, bessere Fahrplanabstimmung, teils doppelte Besetzung mit Fahrern und mehr Servicepersonal am Bahnsteig. Korte gibt allerdings auch zu: „Es ist schwer, sich auf alle Eventualitäten einzustellen.“ Und: „In den Hauptverkehrszeiten reicht oft schon eine Kleinigkeit, und der Fahrplan gerät aus den Fugen.“ Tatsächlich lief es auch in den vergangen beiden Tagen noch nicht richtig rund. In unserer Redaktion gingen mehrere Beschwerden erzürnter U-Bahn-Pendler ein. Unter anderem heißt es da, die MVG habe „den Betrieb quasi total eingestellt“. Und: „Die auf den Fahrplänen angegebenen Fahrzeiten werden oft um das Doppelte übertroffen.“ 

Bleibt einstweilen zu hoffen, dass die Maßnahmen der MVG in den kommenden Tagen besser greifen - und dass die Bauarbeiten rechtzeitig fertig werden. Angepeilt ist der 23. Juli.  

aju

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