Er fuhr einen Passanten über den Haufen

Rabiater Taxi-Fahrer: Festnahme wegen versuchten Mordes

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München - Knapp eine Woche nach einer skandalösen Amokfahrt in Altschwabing ist der Münchner Taxifahrer Martin S. (58) am Freitag überraschend von der Mordkommission festgenommen worden.

Noch am gleichen Tag schickte ihn der Ermittlungsrichter in Untersuchungs-Haft – wegen versuchten Mordes!

Ausgelöst hatte den Fall ein Konflikt zwischen drei Fußgängern und dem Taxler. Am 28. August abends um 22.45 Uhr war das Taxi zügig von der Sieges- in die Franzstraße rechts eingebogen – gefährlich dicht an drei Fußgängern vorbei, die gerade die Franzstraße überquerten. Darüber erschrak der 25-jährige Afghane – er arbeitet in einem Münchner Wettbüro – so sehr, dass er verärgert mit der flachen Hand gegen die hintere rechte Scheibe des Taxis schlug. Offenbar zu viel für Taxifahrer Martin S., der vom Jähzorn gepackt jede Beherrschung verlor. Er bremste, setzte zurück – und fuhr wieder frontal mit seinem Mercedes auf den 25-Jährigen zu! Der stürzte auf die Motorhaube, fiel auf die Straße und wurde dabei – wie man mittlerweile aufgrund des Verletzungsbildes weiß – offenbar auch überrollt. Der Taxifahrer hielt kurz an, brauste dann aber davon.

Zehn Minuten später stellte sich Martin S. freiwillig der Schwabinger Polizei. Er sei an einem Unfall beteiligt gewesen, gab er zu Protokoll. Der 25-Jährige konnte die Klinik inzwischen wieder verlassen.

Der Fall war zunächst als gefährliche Körperverletzung eingestuft worden. Nach den Zeugenaussagen übertrug der Staatsanwalt den Fall der Mordkommission. Das Taxi wurde für ein unfallanalytisches Gutachten beschlagnahmt.

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Rubriklistenbild: © Ralf Kruse

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