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Ein Bild aus der Vergangenheit: Die Erstaufnahme in der Bayernkaserne gibt es nicht mehr. Stattdessen wird auf dem Gelände gebaut.

Das bringt das neue Jahr für den Stadtbezirk

Schwabing-Freimann 2017: Neues an der Bayernkaserne und im Englischen Garten

München - Es wird gebaut im Münchner Norden. Mehrere Großprojekte nehmen dieses Jahr im Bezirk Schwabing-Freimann Gestalt an. Und auch aus dem Englischen Garten wird es dieses Jahr vermutlich einiges Neues geben.

Vieles wird anders dieses Jahr auf dem Gelände der Bayernkaserne. Seit Ende vergangenen Jahres ist die dortige Flüchtlingserstaufnahme der Regierung von Oberbayern nicht mehr auf dem Gelände angesiedelt. Stattdessen beginnen jetzt nach und nach die Abbruch- und Bauarbeiten, auf dem Areal entsteht ein neues Wohngebiet. Im ersten Schritt wird bald eine Straße über das Gelände angelegt. Doch zumindest einige der alten Häuser werden noch länger stehenbleiben. Der Kälteschutz auf dem Areal mit bis zu 800 Plätzen bleibt vorerst bestehen, auch die 400 Unterkunftsplätze für Wohnungslose soll es weiter geben. Vier weitere Häuser im Norden des Geländes nutzt die Stadt außerdem weiter für die Unterbringung von Flüchtlingen. 400 Menschen fanden dort bereits im vergangenen Jahr Unterschlupf. Den Baggern weichen müssen diese Häuser wohl erst in ein bis drei Jahren.

Das „Schwabinger Tor“ wird fertig

Während an der Bayernkaserne die Bauarbeiten gerade erst begonnen haben, kommen sie beim Großprojekt Schwabinger Tor langsam ans Ende. Heuer wird der zweite Bauabschnitt an der Leopoldstraße vollendet. Mehr als 3000 Menschen sollen in dem luxuriösen Quartier leben und arbeiten. Gebaut wird auf dem Gelände, wo früher einmal das „Schwabylon“ stand und danach der Metro-Großmarkt, seit 2013.

Start für den BR-Mediencampus

Doch nicht nur Wohnungen, sondern auch neue Kulturstätten nehmen dieses Jahr im Viertel Gestalt an. Da ist zum einen der Bayerische Rundfunk, der mit den Arbeiten für seinen neuen Mediencampus an der Floriansmühlstraße beginnt. Auf dem 20 Hektar großen Gelände, einer momentanen Außenstelle der Rundfunkanstalt, sollen künftig die Abteilungen für Fernsehen, Hörfunk und Internet eine gemeinsame Heimat finden. Fertiggestellt werden könnte das Projekt schon im Jahr 2022.

Pferdeshow zieht nach Freimann

Auch das Pferdeshow-Unternehmen Apassionata baut sich eine neue Heimat im Viertel. In unmittelbarer Nähe zur Allianz Arena entsteht seit vergangenem Jahr die sogenannte „Apassionata World“. Ursprünglich sollten die ersten Shows dort schon in diesem Frühjahr stattfinden. Doch der Innenausbau nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als geplant. Derzeit rechnet man mit der Eröffnung im frühen Herbst. Im Vorfeld der Planungen machten sich Anwohner und Bezirksausschuss Sorgen, dass die wöchentlich sechs Shows direkt neben der Fußballarena zu einem Verkehrschaos in der Gegend führen könnten. Die Veranstalter versprachen allerdings darauf zu achten, dass Fußballspiele und Pferdeshows zeitlich nicht kollidieren.

Englischer Garten: Kommt der Beschluss für den Tunnel?

Auch aus dem Englischen Garten wird es dieses Jahr wohl einige Neuigkeiten geben. Da ist zum einen die weitere Planung des Englischer-Garten-Tunnels. Vergangenes Jahr sagte der Freistaat überraschend doch noch seine finanzielle Unterstützung zu. Seit wenigen Monaten liegt die Zusage auch schriftlich vor. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte das Planungsreferat bereits im vergangenen Jahr gebeten, dem Stadtrat noch vor der Sommerpause einen Baubeschluss zur Abstimmung vorzulegen. Das wird auch den örtlichen Bezirksausschuss freuen, der dem Tunnelprojekt von Anfang an positiv gegenüberstand.

Englischer Garten: Trubel um die Busspur

Und noch einen Plan, um mehr Grün in die Parkanlage zu bringen, gibt es. Ende vergangenen Jahres kündigte der bayerische Finanzminister Marcus Söder (CSU) an, die Busspur durch den Englischen Garten verschmälern zu wollen. Maximal 6,25 Meter breit soll die jetzt bis zu zwölf Meter breite Straße dann noch sein. Auf viel Gegenliebe traf der Plan allerdings weder bei der Stadt noch bei der MVG. Wie es mit den Plänen des Freistaats dieses Jahr weitergeht, ist unklar. Söder versteht den Vorschlag als „Gesprächsangebot“ an die Stadt.

13 Dinge, die (nur) Münchner wissen

Annika Schall

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