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Der Zwergackerweg in Freimann.

In Freimann

Neue, gefährlichere Munition gefunden: Sperrzone ausgedehnt

Fast hatten sie es geschafft. An diesem Wochenende sollten die Anwohner des Freimanner Munitionsfundes endlich zurück in ihre Häuser dürfen. Doch jetzt verzögert sich das.

Am Freitagabend und auch am Samstag wurde am Zwergackerweg in München-Freimann erneut Munition gefunden. Wie die Feuerwehr am Samstag mitteilt, musste der Plan, dass die Bewohner der sogenanntnen äußeren Sperrzone (zwischen 50 und 100 Meter vom Fund entfernt) dürfen jetzt am Samstagabend in ihre Häuser zurück kehren können, zurückgenommen werden.

Bei den Arbeiten zur Räumung des Grundstückes wurden Munitionsteile gefunden, die zu einer neuen Lagebewertung geführt haben, so die Feuerwehr. Bei den Räumungsarbeiten wurden heute Vormittag neue und weitaus gefährlichere Munitionsteile gefunden. Aufgrund des Fundes wurde die Sperrung durch den verantwortlichen Sprengmeister wieder auf 100 Meter festgelegt.

Die neu gefundenen Munitionsteile mussten bereits vor Ort durch den Kampfmittelräumdienst gesprengt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass bei den restlichen Grabungsarbeiten erneut Muniton dieser Art gefunden wird und weitere Sprengungen vor Ort notwendig sind. Daher kann auch die geplante Aufhebung der Sperrzone im 100 Meter Radius nicht erfolgen, heißt es im Bericht der Feuerwehr. Für die Restarbeitszeit bleibt der Sperrkreis von 100 Metern für alle Bewohner rund um die Uhr bestehen.

Eigentlich sollte ein Großteil der rund 200 Anwohner am Samstagabend wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Doch jetzt ist alles doch gefährlicher als gedacht: Um die Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen werden diese rund um die Uhr durchgeführt. Zur Absicherung befindet sich die Feuerwehr 24 Stunden vor Ort. Die Räumungsarbeiten werden sich nun bis in den Montag hineinziehen, daher können die Anwohner voraussichtlich erst am Montag ab 19 Uhr in ihre Häuser zurück kehren.

Es ist nicht die erste Verzögerung bei der Räumung der zehn Tonnen Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg. Immer wieder war es in der Räumung seit Anfang März zu Verzögerungen gekommen. Seit Beginn der Räumungsarbeiten Anfang März mussten die unmittelbaren Anwohner meist rund um die Uhr, teils aber auch nur während der Arbeiten am Tage ihr Zuhause verlassen.

mm/dpa

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