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Christin Helsch ist angestellte Friseurin im Salon von Birgit Brunnhuber. Sie müssen raus aus der Passage an der Freiheit.

Die Pächterin (35) ist ernüchtert

Stadt kündigt Friseursalon in der Forum-Passage

Zwölf Jahre lang hat Birgit Brunnhuber (35) ihren Traum gelebt – den Traum vom eigenen Friseursalon. Jetzt muss sie die Schere an den Nagel hängen. Der Grund: Sanierungsarbeiten.

München - Eingebettet in die Seitenpassage des Busbahnhofs an der Münchner Freiheit liegt das kleine Studio Haupt-Sache. Damit ist aber bald Schluss. Die Stadt, der der Komplex gehört, will Mitte nächsten Jahres umstrukturieren. Wie der Bereich danach aussehen soll, ist noch unklar. Fest steht jedoch, dass Birgit Brunnhuber ihren Laden zum 28. Februar 2018 zusperren muss.

Eine Maßnahme, die nach Angaben des Kommunalreferats schon lange überfällig ist. Denn: Die Haustechnik ist marode, die Sanitäranlage defekt – und vor einigen Wochen ist sogar eine Abwasserleitung geplatzt. Für den Pächter des Café Forum waren die Zustände nicht mehr tragbar. Er kündigte. Doch Birgit Brunnhuber will bleiben. Schließlich stecke ihr „ganzes Herzblut“ in dem kleinen Laden. „Und was wäre die Stadt schon ohne ihre alten Geschäftlein…?“

Eine Antwort auf ihre Frage hat die 35-Jährige nicht bekommen. Stattdessen sei sie mit einer „nett ausgedrückten Kündigung“ vertröstet worden.

Um Brunnhuber und ihre Angestellten vor der Arbeitslosigkeit zu retten, wollte die Stadt eigentlich draußen Container aufstellen, erzählt die Friseurin. Eine tolle Idee, fand Brunnhuber. Zumindest in der Theorie. Praktisch ließ sich das Vorhaben nämlich nicht umsetzten. „Zu teuer“, lautete die Begründung, mit der die Stadt ihren eigenen Vorschlag niederschmetterte. „Leider gelingt es uns nicht immer, für optimale Verhältnisse zu sorgen“, so ein Mitarbeiter des Kommunalreferats.

Und jetzt? Jetzt wird erst einmal saniert. Danach dürften sich die Pächter gerne wieder für die Räumlichkeiten bewerben, heißt es von Seiten der Stadt.

SB

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