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Randale statt Sport: Beim Spiel der Löwen im Mai flogen aus Frust Sitzschalen aufs Spielfeld der Allianz Arena.

Relegation 1860 München und Jahn Regensburg

Randale beim Löwen-Spiel: Täter sind gefasst

Beim Relegationsspiel zwischen 1860 München und Jahn Regensburg im Mai war die Gewalt völlig eskaliert, die Polizei suchte per Öffentlichkeitsfahndung nach drei Schlägern. Die sind jetzt gefasst. 

München - Der öffentliche Druck wurde offenbar zu groß: Zwei von drei Männern, nach denen die Polizei im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung mit Foto gesucht hat, haben sich von selbst gemeldet. Sie stehen im Verdacht, während des Relegationsrückspiels des TSV 1860 München am 30. Mai gegen Regensburg randaliert zu haben. Unter anderem sollen sie in der Allianz Arena Sitzschalen aus der Verankerung gerissen und aufs Spielfeld geworfen haben.

Das Spiel der Löwen im Frühjahr war nicht nur auf dem Fußballplatz unschön verlaufen. Ab der 70. Minute, als sich der Abstieg der Mannschaft immer deutlicher abzeichnete, ließen einige der Zuschauer ihrem Frust freien Lauf. Teile des Ballfangnetzes wurden in Brand gesetzt, Sitzschalen flogen aufs Spielfeld, ebenso Pyrotechnik. Das Spiel musste für 20 Minuten unterbrochen werden, Polizisten überwachten den Fanblock.

Einer der Männer, nach denen die Polizei öffentlich fahndete.

Fünf Täter wurden bereits am Spieltag festgenommen. Anhand von Bildern der Videoaufzeichnungen suchte die Polizei nach drei weiteren Männern. Gleich am ersten Tag der Fahndung, am 14. August, meldete sich ein 23-jähriger Auszubildender aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck bei der Polizei und räumte seine Tat ein. Zwei Tage später erschien ein weiterer Tatverdächtiger, ein 24-jähriger Kaminkehrer aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Auch er gab die Tat zu und wurde wie der erste Verdächtige nach der Anzeigenbearbeitung entlassen. Die beiden müssen sich nun wegen Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung verantworten. Vertreten werden beide von Rechtsanwälten der „Blauen Hilfe“, einer Solidaritätsgemeinschaft, die Fans des TSV 1860 juristisch unterstützt.

Die Ermittlungen zu dem dritten gesuchten Tatverdächtigen laufen noch. Insgesamt ermittelte die Polizei in Bezug auf den Landfriedensbruch während des Fußballspiels 24 Verdächtige.

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