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Eine Reihe beschädigter Autos säumte am Tag nach der Attacke die Situlistaße. In dem Wohnheim mit dem Zwiebelturm soll der Scheiben-Schläger gelebt haben.

Wer kommt für die Kosten auf?

Scheiben-Schläger in Freimann demoliert 13 Autos mit Tischbein

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Ein Mann in Freimann hat mit einem Holztischbein zahlreiche Scheiben von Autos eingeschlagen. Über das Motiv ist noch nichts bekannt. Die Geschädigten bleiben zum Teil auf ihren Kosten sitzen.

München - Der Angriff galt offenbar keinem bestimmten Autobesitzer – der Scheiben-Schläger ließ in der Nacht zum Dienstag kein einziges der an der Situlistraße geparkten Fahrzeuge aus. Noch am Tag danach zeugten Glassplitter von der heftigen Attacke. Gegen ein Uhr in der Früh soll es passiert sein: Anwohner hörten Schläge und Schreie. Die Polizei entdeckte später bei 13 Autos demolierte Windschutzscheiben in einer Reihe.

Wie sich herausstellte, hatte der Täter ein Tischbein für seinen Feldzug gegen das Autoglas benutzt. Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich bei ihm um einen etwa 30 Jahre alten Mann handeln, der vor Kurzem noch in einem privaten Wohnheim an der Situlistraße gewohnt hat. Er soll wegen seines aggressiven Verhaltens bereits mehrmals aus staatlichen Einrichtungen geflogen sein. 

„Der Mann lebt hier nicht mehr“

Von extremen psychischen Problemen ist die Rede. Auf Nachfrage wollte sich die Heimleitung nicht näher äußern. Nur so viel: „Der Mann lebt hier nicht mehr.“ Die Polizei gab über Herkunft und Verbleib des Täters gestern keine Auskunft.

Rene Saylav (31) wohnt an der Situlistraße in Freimann und kennt den aggressiven Täter.

Rene Saylav (31) wohnt an der Situlistraße – auch sein Auto ist betroffen. Saylav sagt, er kenne den mutmaßlichen Scheiben-Schläger. Der soll bereits mehrmals wegen Sachbeschädigung aufgefallen sein, berichtet er. Kürzlich soll er Steine gegen ein Gebäude geschmissen haben.

Ist der Täter mittellos?

Offenbar ist der Täter mittellos, die Kosten für die Reparaturen müssen die Autobesitzer wohl selbst tragen. Im Fall von Rene Saylavs Opel Astra übernimmt den größten Teil die Teilkaskoversicherung. „Aber 150 Euro Selbstbeteiligung muss ich bezahlen“, sagt er. „Das ist schon der Hammer. Dabei habe ich gar nichts gemacht.“ Immerhin könne er in der Zwischenzeit mit dem Auto seiner Frau fahren.

Auch Ihsan Sindy ist sprachlos. Sein Auto war ein lange gehegter Traum. „Ich habe hart dafür gearbeitet“, sagt der 21-Jährige, der zerknirscht zusammen mit seinem Vater Schaban vor dem demolierten Fahrzeug auf der Straße steht. „Es ist noch nicht ganz abbezahlt. Und jetzt kann ich noch mal Geld investieren.“

Das Auto seines Sohnes hat es erwischt. Schaban Sindy (45) steht vor der zersplitterten Scheibe des BMW 5er.

Auch Sindys 5er-BMW im Wert von rund 10 000 Euro hat die Zerstörungswut des Scheiben-Schlägers getroffen. Glassplitter stecken in Lüftungsschlitzen und Sitzpolstern. „Wenn ich Glück habe“, sagt Sindy, „kostet mich das knapp 2000 Euro.“ Bekommt man die kleinen Splitter nicht aus den Polstern, müssen die kompletten Sitze ausgetauscht werden. Allerdings ist sein Wagen nur haftpflichtversichert, nicht gegen einen Schaden wie diesen. Sindy sagt: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass jemand so etwas tut.“

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