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Achtung, Tram kommt: Viele Münchner unterschätzen die Gefahr auf den Gleisen.

Frau wird auf Schleißheimer Straße erfasst

Nach Tram-Unfall: Anwohner beklagt lebensgefährlichen Leichtsinn

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Der Zusammenstoß einer Frau mit einer Tram am Montagabend sollte aufrütteln. Das findet zumindest Christian K., der den Leichtsinn einiger Münchner nicht verstehen kann.

München - Der sichere Übergang ist nur 60 Meter entfernt - trotzdem wählen auf der Schleißheimer Straße auf Höhe des Penny-Marktes viele Fußgänger regelmäßig den gefährlichen Weg über die Schienen. Genau dort ist am Montagabend eine 40-Jährige von einer Straßenbahn erfasst und schwer verletzt worden. Christian K. (38) wohnt in Sichtweite des Unfallortes. Der Physiotherapeut ist wenig überrascht, dass es an dieser Stelle passierte. Täglich beobachtet er die Unvernunft vieler Menschen. Er fordert deshalb Schutzmaßnahmen.

„Man kann davon ausgehen, dass an dieser Stelle bald wieder etwas passieren wird“, sagt K. Ihn wundere es nur, dass dort nicht viel mehr Menschen verunglücken. „Die Straßenbahnen klingeln ständig, viele sind zu faul, an der gesicherten Stelle auf die andere Seite zu wechseln.“ Christian K. glaubt auch den Grund zu kennen, warum gerade hier viele Passanten so leichtfertig ihr Leben aufs Spiel setzen. Denn auf der anderen Straßenseite liegt der stark frequentierte Supermarkt.

Weist auf die Gefahren hin: Christian K. befürchtet weitere schlimme Unfälle an der Gefahrenstelle.

„Es geht um Menschenleben“

Manchmal, sagt Christian K., ertappe er sich selbst dabei, dass er über die Gleise huscht. Wie viele Leute hat er trotzdem großen Respekt vor der Gefahr. Immerhin müsse man dort den Grünstreifen und zwei Tramgleise überqueren. K.: „Das ist eine ganz schöne Strecke.“ Generell könne man immer sagen, die Leute tragen selbst die Verantwortung für ihr Handeln. „Aber es geht hier um Menschenleben.“ K. wünscht sich deshalb einen weiteren Übergang an dieser Stelle. „Oder ein Warnsignal, wenn eine Tram kommt. Da muss man die Menschen leider vor sich selbst schützen.“

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Die Frau, die am Montagabend ihren Leichtsinn beinahe mit dem Leben bezahlt hätte, wird weiterhin medizinisch versorgt: Die 40-Jährige kam mit einem gebrochenen Becken und einer Platzwunde an der Stirn ins Krankenhaus. Der Tramfahrer, der den Zusammenstoß trotz einer Vollbremsung nicht mehr verhindern konnte, erlitt einen Schock und wurde vom Kriseninterventionsteam betreut.

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Ob die Frau betrunken oder beispielsweise von ihrem Handy oder Kopfhörern abgelenkt war, kann die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht bestätigen.

Mehr Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“

Johannes Heininger

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