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Mehr Aufenthaltsqualität: In der Mitte des Artur-Kutscher-Platzes sollen die Autos verschwinden.

Artur-Kutscher-Platz in Schwabing

Mitten in Schwabing: Von der Parkplatzwüste zur Oase

Die seit Jahren gewünschte Umgestaltung des Artur-Kutscher-Platzes in Schwabing nimmt Gestalt an. Die Umsetzung ist eine verwaltungstechnische Premiere.

Seit nunmehr 25 Jahren wartet der Artur-Kutscher-Platz auf seine Metamorphose hin zu einem Ort, der die Münchner Bürger zum Verweilen einlädt. Verdient hätte es der Platz allemal, findet Werner Lederer-Piloty (SPD), der Vorsitzende des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann (BA): Schließlich sei der Artur-Kutscher-Platz in seiner Art „typisch schwabingerisch“. Nun stellte das Baureferat beim Bezirksausschuss (BA) das Konzept zur Umgestaltung vor.

Das Prinzip des Platzes, so wie er schon jetzt ist, folgt laut Florian Hochstätter, Leiter der Stadtgestaltung im Baureferat, mit seiner von der Occamstraße ausgehenden Einbahnstraßenführung eigentlich einem „ganz ausgeklügelten System“. Dieses soll darum auch so bleiben. Ansonsten habe der Platz jedoch wenig zu bieten und erfülle zurzeit mehr die Funktion eines Parkplatzes – so die Bestandsaufnahme. Dabei habe die Fläche nach Meinung des Baureferates durchaus Potenzial: 

Brunnen als wertvolles Element am Artur-Kutscher-Platz

So sei der Artur-Kutscher-Brunnen als wertvolles Element bereits vorhanden, allerdings in einer Umgebung, die zum Aufenthalt nicht wirklich geeignet sei. Weiterhin sei der Platz im Norden durch Baumbestand auf privatem Grund schön eingefasst, außerdem finden sich auf dem Platz selbst, die Schrägparkplätze trennend, vier Bäume, die um weitere ergänzt werden sollen. Die begehbaren Flächen sollen bei der Neuaufteilung des Platzes entsprechend den häufig frequentierten Routen über den Platz verlegt werden – wesentlich vom Englischen Garten aus Richtung Münchner Freiheit. Eine Sandstreudecke und Rasenflächen sollen das Pflaster ersetzen, um Sitz- und Liegeflächen zu schaffen. Diese werden dann von teilweise beschatteten Sitzmäuerchen abgegrenzt. Ferner sind Parkmöglichkeiten für Fahr- und Motorräder geplant.

Allerdings werden ungefähr 20 Autoparkplätze auf der heutigen Mittelinsel der Umgestaltung des Platzes zum Opfer fallen. Das gefällt freilich nicht jedem. Rein rechtlich seien die Parkplatzkürzungen jedoch kein Problem: Bereits innerhalb der vergangenen zwei Jahre habe man sich mit der gesetzlichen Weichenstellung der Parkplatzquote der Stadt auseinandergesetzt und festgestellt, dass die Kürzung zulässig sei, erklärt Lederer-Piloty. 

Neben der geplanten Verschönerung wird am Artur-Kutscher-Platz auch eine verwaltungstechnische Premiere gefeiert. Denn aufgrund einer Satzungsänderung aus dem Frühjahr dieses Jahres dürfen Bezirksausschüsse nun selbst über Projekte bis zu einer Kostensumme von einer Million Euro entscheiden. Davor lag die Grenze bei 500.000 Euro. Die Umgestaltung des Artur-Kutscher-Platzes ist das erste Projekt dieser Art. Einen genauen Starttermin für den Umbau gibt es noch nicht.

Julia Meine

Schwabing – mein Viertel

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