+
Vorfreudig: Kultusminister Spaenle (li.) und Vizekonsul Glick.

Attentat von 1972

Olympiapark: Bau am Gedenkort hat begonnen

  • schließen

München - Der Bau des Erinnerungsortes für das Olympia-Attentat 1972 hat begonnen. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) und der Vizegeneralkonsul Israels, Jonathan Glick, machten sich ein Bild von den Arbeiten, die sich bis ins nächste Jahr hinziehen werden.

Am Lindenhügel zwischen Kolehmainenweg und Georg- Brauchle-Ring wird das Denkmal entstehen, das laut Spaenle weltweit einzigartig sein wird. Meterlange Flachbildschirme sollen in der rund um die Uhr zugänglichen Stätte an die Tragödie erinnern. Elf israelische Sportler, ein bayerischer Polizist und die palästinensischen Attentäter waren bei der Geiselnahme während der Olympischen Spiele getötet worden. Die Lebensgeschichten der Opfer sollen in der Gedenkstätte erzählt werden. „Zugleich wird hier aber auch das Geschehen in München und Fürstenfeldbruck in seinem Verlauf dargestellt und eingeordnet werden“, sagte Spaenle. Kosten: etwa 1,9 Millionen Euro.

Bei ersten Aushubarbeiten stießen Bauarbeiter zu Wochenbeginn auf Kurioses: auf Teile einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Reste eines Restaurants, das bis in die 70er-Jahre dort gestanden hatte. Der Erinnerungsort sollte eigentlich bereits diesen Herbst eröffnet werden, doch Anwohner-Proteste verzögerten den Baubeginn. Weil die Gedenkstätte stark in Zusammenhang mit Israel steht und Tag und Nacht zugänglich sein wird, sind auch Sicherheitsmaßnahmen geplant. Wie diese konkret aussehen werden, wollte Spaenle nicht verraten. Es gebe aber ein Konzept.

Vizegeneralkonsul Glick kündigte an, dass zur Eröffnung 2017 ein Minister des israelischen Kabinetts nach München reisen werde. Wer, das sei noch unklar. „Wir sind eine Demokratie. Wer weiß, wer dann in der Regierung ist.“ Ludwig Spaenle ist bei der CSU. Er wird nächstes Jahr sicher dabei sein.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drogen, Gewalt, Straftaten: Der Horror am Hauptbahnhof
Es ist Münchens heftigste Ecke: Der Hauptbahnhof sowie das Umfeld zum Stachus und Alten Botanischen Garten. Ein absoluter Brennpunkt für die Polizei!
Drogen, Gewalt, Straftaten: Der Horror am Hauptbahnhof
So hilft Münchens Alt-OB Ude in Afrika
München - Jahrzehntelang hat Christian Ude in München die Geschicke geleitet. Nun kümmert sich die der Alt-OB um notleidende Mitmenschen in Afrika. Im Interview spricht …
So hilft Münchens Alt-OB Ude in Afrika
SPD-Stadtrat fordert: Turnhallen am Wochenende öffnen
Stadtratsmitglieder der SPD-Fraktion fordern die Verwaltung der Stadt München dazu auf, ein Konzept zu erarbeiten. Ziel: die Öffnung der Schulturnhallen auch am …
SPD-Stadtrat fordert: Turnhallen am Wochenende öffnen
Sendlinger Tor: Nasse Füße im U-Bahnhof  - Video
Nasse Füße gab es am Freitagnachmittag für die Fahrgäste am Sendlinger Tor. Während es oben ohne Unterlass regnete, kam unten das Wasser von der Decke.  
Sendlinger Tor: Nasse Füße im U-Bahnhof  - Video

Kommentare