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Zankapfel: Hinter dem Elisabethmarkt will die Stadtsparkasse diesen Gebäuderiegel errichten.

BA ist geschlossen gegen den Entwurf

„Monstrum“: Heftige Kritik an Neubau am Elisabethmarkt

Der Bezirksausschuss Schwabing-West spricht sich geschlossen gegen die Entwurfspläne aus und fordert Änderungen. 

München - Auf wirklich viel Begeisterung ist er bisher noch nicht gestoßen, der geplante Neubau der Stadtsparkasse am Elisabethmarkt in Schwabing. Das wurde auch in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing West deutlich. Auch wenn die Lokalpolitiker das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum befürworten, fand das Gremium deutliche Worte für den Siegerentwurf: „Monstrum, das den Markt erdrückt“, „scheußliches Bauwerk“, ein „Affront und eine Katastrophe“.

Die Stadtsparkasse reagiert auf die harten Worte gelassen. „Der BA war in den gesamten Verlauf des Planungswettbewerbs für die Neubebauung des Areals eingebunden und bei der Entscheidung für den Siegerentwurf stimmberechtigt beteiligt“, sagt Sprecher Joachim Fröhler.

Doch der BA war von einer Überarbeitung des Entwurfes ausgegangen, nachdem bereits in der Mitteilung der Jury entsprechende Kritikpunkte geäußert worden waren. „Das neue Bauwerk darf die bestehenden Gebäude nicht dominieren“, betonte BA-Chef Walter Klein (SPD). Gemeint sind hiermit im Besonderen das denkmalgeschützte Gisela-Gymnasium und die heutige Berufsschule. „Diese dürfen nicht konterkariert werden“, forderte Klein.

Auf dem Areal, das direkt an die Stände des Elisabethmarkts grenzt, sollen insgesamt 170 Mietwohnungen entstehen, davon 80 Apartments für Studenten und Auszubildende. Auch eine Kindertagesstätte mit drei Gruppen sowie Läden und Gastronomie im Erdgeschoss sollen kommen.

Lesen Sie hier: Stadtrat segnet Elisabethmarkt-Pläne ab - Bürger sollen mitreden

Besonders der geplante Einzelhandel im Erdgeschoss beschäftigt den BA. Er will sich schriftlich zusichern lassen, dass dieser das Angebot des Marktes lediglich ergänzt, wie beispielsweise durch einen Drogeriemarkt. Bei Eröffnung eines Supermarktes fürchten die Mitglieder den „Tod des Lebensmittelmarktes“. Neben der Realisierung von 50 Anwohner-Stellplätzen in der Tiefgarage fordert der BA außerdem, dass das Volumen des geplanten Gebäudes geändert und die Gliederung der Fassade verbessert wird.

Die Stadtsparkasse zeigt sich dafür offen. „Sobald uns die Rückmeldung des Bezirksausschusses zum aktuellen Entwurf vorliegt, werden wir dessen Einwände oder Anregungen im weiteren Verfahren behandeln“, sagt Sprecher Fröhler. 

Lesen Sie auch: Weil der Elisabethmarkt verkommt - Händlerin gibt Standl auf

Lisa-Marie Birnbeck

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