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Hubschrauber im Einsatz

Drama am Kleinhesseloher See: Komplette Familie bricht ins Eis ein

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Drama am Kleinhesseloher See: Dort ist am  Sonntagnachmittag eine komplette Familie in Not geraten, weil das Eis nachgab.

München - Seit Tagen warnen die Behörden und Experten: Nicht aufs Eis der meisten Gewässer gehen, das ist nicht tragfähig! Erst recht jetzt, da es taut in Bayern. Am Kleinhesseloher See wurden die Warnungen offenbar überhört.

Spaziergänger in Eis eingebrochen: Einsatz am Kleinhesseloher See

So sah der Kleinhesseloher See am Sonntagmorgen aus - auch da waren schon mehrere Menschen auf dem Eis.

Die Polizei bestätigte unserer Onlineredaktion am Sonntag um 16.40 Uhr, dass gerade ein Einsatz laufe und auch ein Hubschrauber im Einsatz sei. Dieser war gegen 18.20 Uhr bereits beendet.

Die Feuerwehr teilte am Abend Details mit: Demnach handelte es sich um eine vierköpfige Familie.

Diese war zwischen den beiden Inseln unterwegs, als das Eis nachgab. Alle vier Personen brachen ein und konnten sich zunächst selbst befreien. Die Mutter und die beiden Kinder retteten sich danach auf die westlich gelegene Kurfürsten-Insel. Der Vater sowie drei helfende Passanten erreichten die Königsinsel. Von dort aus überquerten sie den See zum Ostufer. Hier wurden sie von einer Rettungswagenbesatzung untersucht und vorübergehend im warmen Auto untergebracht.

Während die weiteren Einsatzkräfte auf Anfahrt waren, seilte die Besatzung des Hubschraubers Christoph 1 ein Crew-Mitglied zu der Mutter und ihren Kindern auf die Insel ab. Dort betreute der Helfer diese bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. 

Mit einem Eisrettungsschlitten überquerte ein Taucher der Feuerwache Ramersdorf das Eis, um auf die Insel zu kommen. Dort nahm er zuerst die beiden Kinder auf und führte sie mit dem Schlitten zurück ans Ufer. Das gleiche machte er jeweils mit der Mutter und dem Notfallsanitäter. Nachdem alle vom Rettungsdienst untersucht und aufgewärmt wurden, konnten sie nach Hause.

Die Eltern seien komplett durchnässt gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Kinder seien etwa bis zur Hüfte nass geworden, womöglich hatten die Eltern sie über Wasser gehalten.

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr nochmals daraufhin hin, das durch die steigenden Temperaturen die Tragfähigkeit der Eisflächen stark abnimmt.

Vor rund einem Jahr sorgte ein Gaffer-Video vom Olympiasee für Riesen-Wirbel: Dort filmte jemand und wünschte dabei Unbekannten, dass sie einbrechen würden.

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