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Ein Taxi mit der Aufschrift „MyTaxi“ auf der Fahrt durch München (Symbolbild).

Straftat vor dem Unfall?

Taxifahrer fährt Fußgänger an und verschwindet - doch auch gegen das Opfer wird ermittelt

Fahrerflucht hat ein Taxifahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Fußgänger begangen. Doch auch das Opfer könnte durch den Unfall mit einer Straftat aufgeflogen sein. 

München - Ein schwerer Autounfall könnte gleich doppelt Konsequenzen haben - nicht nur für den Unfallfahrer, sondern auch für das Opfer, einen 21-jährigen Fußgänger. Er könnte sich kurz vor der Kollision einer anderen Straftat schuldig gemacht haben.

Wie die Polizei mitteilt, wurde der 21-Jährige auf der Ackermannstraße am Freitag gegen 23.30 Uhr von einem Taxi erfasst und auf die Fahrbahn geschleudert, als er die Straße überquerte. Der Taxifahrer fuhr den Angaben zufolge davon, ohne sich um den Verletzten zu kümmern, wurde dabei aber von einem Zeugen beobachtet. Der 21 Jahre alte Fußgänger wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

München: 21-Jähriger von Taxi angefahren - und wegen des Unfalls mit Straftat aufgeflogen?

Dort wurde an den Händen des Mannes allerdings blaue Farbe festgestellt - bei ihren Nachforschungen fanden die Ermittler nicht nur nahe der Unfallstelle Schmierereien in blauer Farbe an fünf Autos, sondern auch einen blauen Stift bei dem 21-Jährigen. Unter anderem aufgemalte Hakenkreuze wurden an den Fahrzeugen gefunden. 

Die Polizei hegt nun den Verdacht, das Unfallopfer könnte die Schmierereien angefertigt haben. Gegen den Mann wird nun wegen Sachbeschädigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Polizei sucht Unfallfahrer - Hinweise auf Taxilenker erbeten

Gesucht wird unterdessen auch der Taxifahrer, der den 21-Jährigen angefahren hat. Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Unterwegs gewesen ist der Fahrer in einem Mercedes mit der seitlichen Aufschrift „MyTaxi“. Informationen zum Unfallhergang nimmt das Unfallkommando der Polizei unter der Telefonnummer 089/6216-3322 entgegen.

Einen schweren Fall von Fahrerflucht nach einem Unfall mit einem Taxi gab es auch in Bamberg -

dort war jedoch nicht der Taxifahrer der Übeltäter

mm/tz

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