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Feuerwehrkräfte befreien die Vögel an der U-Bahn-Station Giselastraße.

Feuerwehreinsatz

Leserin beobachtet Tier-Drama an U-Bahn-Station: „Es war schrecklich“

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München - Am Donnerstag soll sich ein Tier-Drama in der U-Bahn-Station Giselastraße abgespielt haben. Leserin Minea Pejic wurde Augenzeugin und machte auch Fotos davon. 

München - Auf dem Weg zur Uni beobachtete Minea Pejic, dass im Zwischengeschoss der U-Bahn-Station die Decke renoviert wurde. „Diese war über die letzten Monate an mehreren Stellen offen, sodass allerhand Vögel dort den perfekten Brutplatz gefunden haben“, berichtet Pejic unserer Redaktion. 

Doch die Bauarbeiter hätten auf die Vögel keine Rücksicht genommen und die Tauben und anderen Vögel einfach eingemauert. Passanten hätten dagegen protestiert - ohne Wirkung. Danach soll sich eine regelrechte Tier-Tragödie abgespielt haben. „Als ich nachmittags von der Universität wieder zurückgekommen bin, war das Drama groß: Von überall hörte man die Vögel in der Decke oben schreien und trampeln, alle waren in heller Aufregung und die Elterntiere versuchten panisch zu ihren eingemauerten Jungtieren zu kommen. Es war schrecklich mit anzuhören.“

Verzweifelt versuchen die Elterntiere zu den Nestern zu kommen.

“Tauben haben nicht verdient, qualvoll zu verhungern und zu verdursten“

Die Studentin rief die Feuerwehr, die innerhalb von kurzer Zeit anrückte. An mehreren Stellen wurde die Decke wieder geöffnet. „Die Elterntiere sind sofort zu ihren Jungen geflogen, die Erleichterung war groß“, so Pejic.

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte die Pressestelle der Feuerwehr einen Einsatz. Zu den Hintergründen lag der Pressestelle jedoch keine nähere Information vor. Bei der Presseabteilung des Polizeipräsidium München konnte man nichts zu einem möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sagen. Eine entsprechende Anzeige gegen die Arbeiter konnte im System nicht gefunden werden. 

Für die Studentin steht fest: „Tauben haben nicht verdient qualvoll zu verhungern und zu verdursten!“ Sie befürchtet, dass es auch an anderen Baustellen im Bahnhöfen übliche Praxis sei, Decken zu schließen und Vögel so einzusperren. 

Stadtwerke: Es war ein Versehen

Stadtwerke-Pressesprecher Michael Solic dagegen spricht von einem Versehen: „Am U-Bahnhof Giselastraße war die Decke wegen einer Stützensanierung zeitweise abgehängt. Große Teile der Decke waren bereits vorher wieder angebracht worden, nun sollten die letzten Lücken geschlossen werden. Dass dabei versehentlich Tauben eingeschlossen wurden, bedauern wir sehr. Die Kollegen achten natürlich im Normalfall darauf, dass bei den Arbeiten kein Tier eingeschlossen wird.“

Die Stadt München will gegen das Füttern von Tauben härter vorgehen: „Tauben-Sheriffs“ verteilen Bußgelder

mag

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