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Brandneu und schon fast zu klein: Die Feuerwache 4 an der Heßstraße.

Feuerwehr Schwabing

Nach nur einem Jahr: Neue Feuerwache wird schon zu klein

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Die neue Feuerwache in Schwabing ist erst wenige Wochen in Vollbetrieb, und bereits jetzt wird es eng. Zu Beginn der Planung 2008 ist wohl zu knapp kalkuliert worden.

München - Im Mai vergangenen Jahres heulten erstmals die Sirenen an der Heßstraße. Die Feuerwehr eröffnete die frisch fertiggestellte Feuerwache 4. Das signalrote Gebäude bietet nicht nur der Berufsfeuerwehr und dem Katastrophenschutz Platz, sondern auch den freiwilligen Helfern der Stadtmitte und zudem Ehrenamtlichen der Johanniter Unfallhilfe und des Bayerischen Roten Kreuzes. Bürgermeister Josef Schmid sprach bei der Feierstunde davon, man wolle in München nichts anbrennen lassen. Daher investiere man in die Sicherheit der Münchner Bürger. Im Juli dieses Jahres ist nun die Integrierte Leitstelle vom Heimeranplatz nach Schwabing gezogen. Und im Grunde war es das, viel mehr Platz ist nämlich nicht.

Schon beim Einzug am Anschlag

Immer mal wieder wird von Feuerwehrleuten beklagt, dass die Wache bereits jetzt zu eng ist. Die Pressestelle der Branddirektion teilt auf Anfrage mit, dass man nach dem Einzug der Leitstelle „nun wieder etwas zusammenrücken musste“. Und weiter heißt es, dass die für das Gebäude zu Planungsbeginn im Jahr 2008 vorgesehenen Flächenreserven von circa zehn Prozent „durch das rasante Wachstum der Stadt bereits mit dem Einzug aufgebraucht“ waren. Allerdings seien die heute hohen Prognosen zum Stadtwachstum damals noch nicht absehbar gewesen.

Aktuell hat die Wache auf 12 000 Quadratmetern Fläche Platz für bis zu 350 Mitarbeiter, die Fahrzeughallen verfügen über 47 Stellplätze.

Bei der Branddirektion beschreibt man die Situation so: „Das Gebäude bietet derzeit einen gut sitzenden Maßanzug. Alle erforderlichen Funktionen sind untergebracht, diese haben jedoch keine Möglichkeit für weitere Anpassungen an die auch zukünftig hohen Wachstumsquoten der Stadt.“ Nachdem der Betrieb der Leitstelle konsolidiert ist, werde sich die Branddirektion um organisatorische oder innerbetriebliche Lösungen der Raumbedarfe bemühen.

Im Stadtrat horcht man auf

Im Stadtrat lässt die Nachricht zumindest aufhorchen. CSU-Fraktionsvize Kristina Frank: „Ich gehe davon aus, dass sich die Verwaltung noch Gedanken machen muss, wo noch Optimierungsbedarf besteht.“

SPD-Fraktions-Vize Christian Vorländer: „Wir werden uns das genau anschauen müssen und die Raumbedarfe mit der Verwaltung besprechen. Die Feuerwehr braucht genügend Platz, und daran arbeiten wir ständig.“

Tatsächlich ist die neue Feuerwache 4 Teil des Gesamtkonzeptes „Zielplanung Feuerwachen 2020“. Insgesamt will die Stadt 500 Millionen Euro in Ausbau und Modernisierung investieren. Das Gebäude an der Heßstraße hat allein 85 Millionen Euro gekostet. Zudem soll es neben den bestehenden zehn Wachen voraussichtlich noch zwei weitere geben. Doch auch das ist wohl eine Platzfrage.

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Bilder: So sieht die neue Feuerwache 4 aus

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