Am Hohenzollernplatz

Video: Randalierer in der U-Bahn löst Großeinsatz aus - Festnahme

Bei einem Polizeieinsatz am Hohenzollernplatz ist am Donnerstagnachmittag ein Mann festgenommen worden. Auslöser war ein Notruf über vermeintliche Schüsse. Dies korrigierte die Polizei jedoch schnell. 

München - Nach einem Notruf um 14.28 Uhr über angebliche Schüsse in einer U-Bahn am Hohenzollernplatz in Schwabing ist am Donnerstag ein Mann vorläufig festgenommen worden. Die Fahrerin der U-Bahn sowie drei Fahrgäste erlitten einen Schock und wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen polizeibekannten 39 Jahre alten Serben. 

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte der 39-Jährige am Bahnhof Hohenzollernplatz den Nothalt der U-Bahn gezogen, nachdem die U-Bahn bereits ausgefahren war. 

Dann rannte er dem Zug nach und schlug gegen die Scheiben der Fahrertür dieser U-Bahn, so die Polizei. Diese Schläge hätten Fahrgäste offenbar als Schüsse fehlinterpretiert. Eine Waffe wurde weder bei dem Mann noch im Gleisbett gefunden.  

Der Festgenommene hatte Drogen konsumiert und litt offensichtlich unter Wahnvorstellungen. Er wurde in eine Klinik eingewiesen. 

Die Polizei war mit großem Aufgebot angerückt. Rund 130 Kräfte waren im Einsatz. Augenzeugen berichteten von bewaffneten Polizisten in schusssicheren Westen, die auch am nahen Josephplatz unterwegs waren.

U-Bahnfahrerin unter Schock

Die U-Bahnfahrerin war zunächst nicht vernehmungsfähig. „Sie hat einen gewaltigen Schock“, sagte der Polizeisprecher. Auch drei Fahrgäste erlitten laut Polizei einen Schock. Der 39-Jährige wurde am Donnerstagnachmittag noch vernommen und wird ins Bezirkskrankenhaus Haar eingeliefert, so die Polizei. 

Auf die Frage, ob die Menschen nach dem Amoklauf mit neun Todesopfern vor gut einem Jahr in München ängstlicher reagierten, sagte Baumann: „Wir sind froh, wenn die Personen sensibel sind und Mitteilungen an die Polizei gemacht werden.“

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurde der Zugverkehr gegen 16.25 Uhr wieder regulär aufgenommen. Es wird auf der U2 noch bis in den Abend hinein zu Verspätungen, vorzeitigen Wendungen und einzelnen Ausfällen kommen. Während der Störung war – soweit möglich – ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen und Taxis eingerichtet worden.

Das Statement der Polizei gibt es hier im Live-Video:

Die Münchner Polizei informierte die Öffentlichkeit auch via Twitter über den Einsatz. 

Bilder vom Einsatzort:

my/dpa

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