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So sieht der Elisabethmarkt nicht mehr aus, wenn er modernisiert wird.

Schwabinger wehren sich

Petition: So soll der Elisabethmarkt gerettet werden

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München - Ein schwerer Schlag für die Schwabinger: Der traditionsreiche Elisabethmarkt soll abgerissen werden. Um eine Modernisierung des Marktes zu verhindern, haben Bürger jetzt eine Petition gestartet.

Benannt nach Kaiserin Sissi von Österreich gibt es den Schwabinger Elisabethplatz bereits seit über 100 Jahren. Der namensgleiche Markt wurde 1903 gegründet, bis heute kaufen dort die Schwabinger frisches Brot, Gemüse und Obst. Viele bezeichnen den Elisabethmarkt als Schmelztiegel der Generationen, Jung und Alt trifft sich hier zum Ratschen, Schlendern und Essen. Doch jetzt soll die traditionsreiche Münchner Institution abgerissen werden. Ein neuer, modernerer Markt soll gebaut werden.

Viele Anwohner sind empört. Mit einer Petition auf Change.org wollen sie dem Abriss des Elisabethmarktes entgegenwirken. "Man identifiziert sich mit dem Markt, mit seiner Aura und seinem Flair", heißt es auf der Webseite pro-elisabethmarkt.de. Die Bürgerinitiative hat die Petition ins Leben gerufen, 885 Unterstützer haben bereits unterschrieben.

Durch eine Umgestaltung ginge ein Stück Münchner Geschichte verloren

"Der bestehende Markt ist eine Nische in der modernen Welt, eine Nische, wo die Seele ausruhen kann, weil sie nicht pausenlos von Neuem gefordert wird", schreiben die Initiatoren von Pro-Elisabethmarkt. Das Flair des Ortes könne durch eine Umgestaltung nicht beibehalten werden, ein Stück des Münchner Stadtbildes und der Münchner Geschichte ginge verloren. Das Plädoyer der Initiative findet viel Zuspruch: "Individuelles Leben darf nicht überall der modernen Uniformität zum Opfer fallen. Stadt ist nur spannend erlebbar wenn Altes neben Neuem bestehen bleibt", schreibt ein Unterstützer unter dem Petitionsbrief. "Alles Alte zu entfernen, heißt, uns zu entwurzeln."

Wie viele Unterschriften die Initiatoren der Petition noch sammeln wollen, ist nicht bekannt. Bis zum 1000-Meilenstein auf Change.org ist es aber nicht mehr weit. Wenn sich genügend Unterstützer gefunden haben, wird der Petitionsbrief an den Stadtrat der Stadt München sowie den Bezirksausschuss Schwabing-West geschickt.

Die Argumentation der Stadt: Dem alten Markt mangelt es an Hygiene- und Brandschutzstandarts

Bereits Ende August dieses Jahres hatte die Initiative Pro-Elisabethmarkt einen Brief an die Stadträte Münchens geschrieben. Darin ist zu lesen, dass es bereits im Juni 2016 eine außerordentliche Sitzung mit unabhängigen Experten zu dem Streitthema gegeben hat. Die Erneuerung des Marktes ist aus Sicht der Stadt vor allem nötig, weil es an Hygiene- und Brandschutzvorkehrungen mangelt. Die Befürworter des ursprünglichen Elisabethmarktes sehen das aber anders: "Wären Pläne für eine behutsame Sanierung vorgelegt worden, wäre der Abriss aber niemals zwingend notwendig gewesen, da die Stadt in der Auslegung der Hygienestandards bei Bestandsbauten doch einen sehr weiten Spielraum hätte", heißt es.

Ob die Petition die Stadträte tatsächlich umstimmen kann, ist noch unklar. Sicher ist aber: Die Schwabinger werden wohl bis zum Ende für ihren geliebten traditionellen Elisabethmarkt kämpfen.

sb

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