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Vom Abriss bedroht: Die Chancen für den Erhalt der Häuser an der Sailerstraße 2 - 6 stehen schlecht.

Altstadtfreunde wollen nicht aufgeben

Sailerstraße „nicht schützenswert“: Empörung über Denkmalamt

  • Klaus Vick
    vonKlaus Vick
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Die drei vom Abriss bedrohten Giebelhäuschen an der Sailerstraße in Schwabing sind nicht denkmalwürdig. Zu diesem Schluss kommt das Landesamt für Denkmalpflege nach einer Ortsbegehung. 

München - Eine Bürgerinitiative, die Altstadtfreunde, Lokal- und Landespolitiker setzen sich seit Monaten für den Erhalt der Gebäude ein. Das negative Gutachten der Denkmalbehörde dürfte die Hoffnungen gehörig dämpfen.

Denkmalschützer wollen weiter kämpfen

Ans Aufgeben wird aber nicht gedacht. Martin Schreck von den Altstadtfreunden sagte am Mittwoch unserer Zeitung: „Der Fall bewegt uns weiter.“ Schreck bezeichnete die Beurteilung des Landesamtes als „oberflächliches Gefälligkeitsgutachten“. Bei den vorbereitenden Abbruchmaßnahmen seien viele Bauteile der mindestens aus dem Jahre 1894 stammenden Häuser zerstört worden. Die Grundmauern seien aber noch vorhanden. Auch der CSU-Landtagsabgeordnete Robert Brannekämper zeigte sich verärgert: „Die Entscheidung ist mehr als bedauerlich für den Denkmalschutz in München und ganz Bayern.“

Landesamt findet Häuser nicht schützenswert

Das Landesamt ist der Auffassung, dass aufgrund des Verlusts der Eckbauten die ehemals fünfteilige Gebäudegruppe nur noch fragmenthaft erhalten sei. Dasselbe gelte für die Rückgebäude. Fassaden und Grundrisse seien mehrfach baulich verändert worden. Fazit der Denkmalbehörde: „Eine Wohnhausgruppe des späten 19. Jahrhunderts, an der anschaulich das Bauen, Wohnen, Leben und Arbeiten dieser Zeit ablesbar ist, hat sich nicht mehr erhalten.“ Daher handele es sich auch nicht um ein seltenes, schützenswertes Denkmal. 

Lesen Sie auch zum Thema: Steht der Denkmalschutz in München auf verlorenem Posten?

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Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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