Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Gold im Schließfach: Eine Schwabinger Künstlerin ist von Betrügern um den Inhalt ihres Schließfachs gebracht worden.

Schon wieder falsche Polizeibeamte

Schwabinger Künstlerin vertraut sich Betrügern an - und verliert Gold und Geld

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Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben, verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden von 4,3 Millionen Euro. Jetzt wurde wieder eine Münchnerin Opfer der dreisten Masche. 

München - Die Falschen machen den Echten schon länger große Sorgen: Polizeipräsident Hubertus Andrä versicherte erst am vergangenen Freitag, als er den Kriminalitätsbericht 2017 präsentierte, vehement gegen das Phänomen der falschen Polizisten und falschen Handwerker vorzugehen. Und ausgerechnet am Freitag wurde eine Schwabingerin Opfer von Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben.

Die Kriminellen legten am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr los. Bei der 67-Jährigen klingelte das Telefon. Ein „Herr Beckmann“ gab sich als Kriminalbeamter aus und berichtete, in der Nähe seien angeblich Einbrecher festgenommen worden. Der Betrüger gab vor, dass die Kriminellen ein Notizbüchlein bei sich gehabt hätten, in dem auch das Schließfach in einer Bankfiliale notiert sei, in dem die Münchnerin Geld und Gold verwahrte.

Vermögensverhältnisse zuvor wohl ausgekundschaftet

Der Anrufer konnte der Künstlerin sogar ganz genau sagen, was sie in ihrem Schließfach deponiert hatte. Offenbar hatte der Kriminelle oder ein Komplize die Vermögensverhältnisse seines Opfer bereits zuvor ausgekundschaftet. Der falsche Beamte überzeugte die 67-Jährige schließlich davon, dass der Inhalt ihres Schließfaches dort nicht mehr sicher sei. Daraufhin meldete sich ein „Herr Schneider“ bei der Münchnerin, der ihr einschärfte, auf keinen Fall mit jemandem über die Angelegenheit sprechen zu dürfen. Am nächsten Tag solle sie eine Handynummer wählen, die die Betrüger ihr gaben.

Lesen Sie auf merkur.de*: Falsche Polizisten kontrollieren Verkehr - und beleidigen echten Beamten

Unter der angegebenen Nummer erreichte die Künstlerin am Freitag einen der beiden Herren. Um ihrer Geschichte noch mehr Nachdruck zu verleihen, erzählte der Kriminelle der Frau, die Täter hätten nun bereits den Inhalt ihres Schließfaches ausgetauscht. Deshalb müsse die 67-Jährige nun sofort die Wertsachen aus ihrem Schließfach holen und an der Kaiser-, Nähe Belgradstraße einem Mann geben, der die Sachen dann in einem Labor untersuchen lasse.

Besonders dreiste Betrüger

Wie besprochen, gab die Münchnerin einem untersetzten, etwa 1,65 Meter großen Mann mit starkem Haarwuchs und markanten Augenbrauen den Inhalt des Schließfaches – Gold und Geld im Wert von knapp 100.000 Euro. Besonders dreist: Die Betrüger dirigierten ihr Opfer daraufhin via Handy zum echten Polizeipräsidium in der Ettstraße. Dann brach der Kontakt plötzlich ab. Die Polizei sucht Zeugen unter der Nummer 089/29 10-0.

Wie berichtet, stieg die Zahl derer, die im vergangenen Jahr von falschen Polizeibeamten betrogen wurden, um das mehr als Zehnfache auf 3239 Straftaten.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing - mein Viertel“.

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