+
Gab zu, ihre Schwiegermutter mit einem Kissen erstickt zu haben: Marion D. auf der Anklagebank des Landgerichts.

Grausamer Mord in Schwabing

Schwiegermutter mit Kissen erstickt: Haftstrafe steht fest

  • schließen

Eine Frau tötete ihre Schwiegermutter mit dem Kissen. Sie wurde wegen Mordes angeklagt - nun gab es den Richterspruch, der überrascht.

München - „Ich habe mich geekelt“, sagte Marion D. über ihre Schwiegermutter – und drückte ihr deshalb am 11. November 2016 ein Kissen ins Gesicht, bis die Seniorin keine Luft mehr bekam und erstickte. Für die Tat an der Elisabethstraße in Schwabing hatte die Staatsanwaltschaft die 51-jährige Marion D. wegen Mordes angeklagt. Am vergangenen Freitag jedoch urteilte das Landgericht: Die Angeklagte ist schuldig, aber nur des Totschlags.

Wie der Vorsitzende Richter Michael Höhne ausführte, ließen sich der Mordvorwurf und insbesondere die Heimtücke nicht beweisen. „Es war eine spontane Tat“, sagte der Vorsitzende. Und schickte Marion D. deshalb für zehn Jahre ins Gefängnis.

Die Tat hatte die 51-Jährige ihrem Ex-Mann schon nach wenigen Minuten über den Kurznachrichtendienst WhatsApp gestanden: „Ich habe etwas Böses getan, etwas ganz Böses“, teilte sie ihm mit. Doch jede Hilfe kam daraufhin zu spät: Der Mann fand seine Mutter nur noch leblos in ihrer Wohnung vor.

Lesen Sie auch: Schwiegermutter erstickt - Sie mordete mit einem Kissen

Marion D. habe Gott spielen wollen, lautet der Vorwurf der Hinterbliebenen. Offensichtlich hatte sie den Anblick der greisen Seniorin nicht mehr mit ansehen können – und entschied sich deshalb, sie zu töten. Am Landgericht hatte D. bereits zum Prozessauftakt am 8. Januar ein Geständnis abgelegt. 

Lesen Sie dazu auch: Prozess - Münchnerin soll pflegebedürftige Schwiegermutter ermordet haben

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Schwabing – mein Viertel“.

thi

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau erhält sonderbare „Urlaubsgrüße“ - drei Jahre nach Portugal-Besuch - zweite Nachricht folgt
Ihre Reise nach Portugal liegt bereits drei Jahre zurück. Jetzt hat eine Frau aus München eine kuriose Rechnung erhalten - schon wieder.
Frau erhält sonderbare „Urlaubsgrüße“ - drei Jahre nach Portugal-Besuch - zweite Nachricht folgt
Mann findet Zettel im Treppenhaus - dann wird ihm klar, was mit seinen Schuhen passierte
Konfliktzone Treppenhaus: In München wundert sich ein Mieter über seltsame Geschehnisse vor seiner Wohnungstür. Er hatte den Ärger seines Nachbarn auf sich gezogen.
Mann findet Zettel im Treppenhaus - dann wird ihm klar, was mit seinen Schuhen passierte
Münchner (14) läuft aus Versehen ganzen Marathon: „Als ich merkte, dass ich falsch bin ...“
Der 14-jährige Michi ist in München spontan einen Marathon gelaufen. Im Ziel gab sich der Teenager betont gelassen.
Münchner (14) läuft aus Versehen ganzen Marathon: „Als ich merkte, dass ich falsch bin ...“
40 Kilo schwerer Holz-Junge sitzt plötzlich an der Straße - Polizei steht vor Rätsel
Plötzlich saß er an der Straße: Ein Passant hat in Schwabing einen lebensgroßen Holz-Jungen gefunden. Die Polizei steht in München vor einem Rätsel.
40 Kilo schwerer Holz-Junge sitzt plötzlich an der Straße - Polizei steht vor Rätsel

Kommentare