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Regisseur Helmut Dietl soll ebenfalls in Bronze neben der „Monaco Franze“-Skulptur Platz nehmen.

Streit um Statue

Wer zahlt für den bronzenen Dietl?

Schwabings Bürger hätten gern einen Dietl neben dem Monaco Franze sitzen. Die Pläne sind nicht neu, doch jetzt regt sich Widerstand gegen das Projekt. Es geht ums Geld - und um Geschlechtergerechtigkeit.

München - Der bronzene „Monaco Franze“, der auf einer Bank vor dem Café Münchner Freiheit sitzt, könnte bald Gesellschaft von seinem geistigen Vater Helmut Dietl bekommen. Doch in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwabing-Freimann wurden unerwartete Einwände laut: Man wolle die öffentlichen Gelder nicht dazu nutzen, dem Café zu einem weiteren Werbeträger zu verhelfen.

Dabei hatte die Konditorei im Vorfeld zugesichert, ein Drittel der anfallenden Kosten (rund 25.000 Euro) zu übernehmen, der BA würde die gleiche Summe beisteuern. Der Rest müsste von Spenden aus der Bürgerschaft zusammenfließen. Die Schwabinger Bürger waren es auch, die den Wunsch nach einem Sitznachbarn für „Monaco Franze“-Darsteller Helmut Fischer bereits vor zwei Jahren anstießen. Daher ist es durchaus denkbar, dass dieses Ziel erreicht werden kann.

Trotzdem ist der durch den Bezirksausschuss finanzierte Teilbetrag einigen Mitgliedern noch zu hoch. Schließlich könne man nicht wissen, welche Ausgaben im laufenden Jahr noch auf das Bürgergremium zukämen.

Um den Unmut aus den eigenen Reihen etwas zu beschwichtigen, machte BA-Mitglied Dorothea Wiebke (CSU) einen Vorschlag zur Güte: Teile des bereits zugesicherten Betrags könne man durch Sammelaktionen generieren, wie beispielsweise ein Crowdfunding, in dem sich Unterstützer und Liebhaber des Monaco Franze zusammenfinden können.

Doch es gibt nicht nur Unzufriedenheit über die Finanzierung des Projekts, auch beim Thema Geschlechtergerechtigkeit regten sich Bedenken. Man sei unzufrieden damit, neben einem „überlebensgroßen Mannsbild ein weiteres überlebensgroßes Mannsbild“ zu platzieren. Ein etwas skurriler Einwand, schließlich kann Dietl weder etwas dafür, dass er ein Mann ist, noch wird er für diese Eigenschaft geehrt.

Sollte der Wunsch nach einem bronzenen Dietl schlussendlich Erfolg haben und der finanzielle Teil gestemmt sein, wird es noch mal spannend: Wie soll die Statue überhaupt aussehen und wo soll sie sitzen oder stehen? Denkbar ist vieles, auch, dass die spendierfreudigsten Bürger bei der Frage ein Mitspracherecht bekommen.

Julia Meine

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Schwabing – mein Viertel“.

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