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Von Zivilfahndern in München aufgedeckt

Zwei Betrügerinen (33 und 15) erzählen Opfern herzerweichende Geschichte

Eine 33-Jährige und eine 15-Jährige wurden jetzt von der Polizei in München als Betrügerinnen entlarvt. Das Duo nahm seine Opfer mit einer ausgeklügelten Mitleidsmasche aus.

München - Dank aufmerksamen Ermittlern der Polizei ist am Dienstag in München ein Duo aufgeflogen, das seine Opfer mit einer herzerweichenden Geschichte dazu brachte, Geld zu geben.  

Am Dienstag gegen 15.45 Uhr konnte eine Zivilstreife in der Hohenzollernstraße/Isabellastraße ein junges Mädchen beobachten, welches einen älteren Herrn ansprach. Der Mann übergab dem Mädchen nach einem kurzen Gespräch offensichtlich einen kleinen Geldbetrag, berichtet die Polizei. Im weiteren Verlauf wurde einer der Beamten auf der Straße von einer 33-Jährigen angesprochen, welche ihm anbot, ihm aus der Hand zu lesen. Dies lehnte der Polizeibeamte ab. Kurz beobachteten die Beamten, wie die 33-Jährige eine ältere Dame ansprach, mit ihr zu einer Apotheke ging und dann davor auf sie wartete. Im Nachgang konnte festgestellt werden, dass die 33-Jährige sich der Dame als Putzfrau anbot und um eine Leihgabe von Geld gebeten hatte. Sie behauptete, an einer schweren Nierenkrankheit zu leiden und bereits tausende von Euro für Dialyseanwendungen verbraucht zu haben, so die Polizei.

Die 33-Jährige erzählte Ihrem Opfer außerdem, dass sie ihre Wohnung räumen müsse, die sie gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Tochter bewohnt, da sie die Miete nicht zahlen könne. Vor der Apotheke traf sich die 33-Jährige anschließend mit dem Mädchen, welches vorher beobachtet wurde.

Die Frau wurde vorläufig festgenommen. Mittlerweile konnten weitere Geschädigte ermittelt werden, deren sie die gleiche Geschichte erzählt hatte, um Mitleid zu erregen und Geldzuwendung zu bekommen. Bei der Durchsuchung der mitgeführten Handtaschen der Frau und des Mädchens konnten mehrere Geldbeträge in Währungen Euro und Schweizer Franken aufgefunden werden, außerdem ein Notizzettel mit Personalien, wodurch zwei weitere Geschädigte ermittelt werden konnten. Von diesen erhielt die 33-Jährige aufgrund der gleichen Mitleidsmasche mehrere Hundert Euro.

Dem Ermittlungsrichter wurde die Frau zur Klärung der Haftfrage vorgeführt, dieser erließ Haftbefehl, heißt es im Bericht der Polizei.

mm/tz

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