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Frisches Brot und feines Gebäck gibt es bei Stephan Braun im Café Colombo. Die Weltkarten an der Wand sind Ausdruck seiner Reiseleidenschaft. 

Ein neues Leben zwischen Kuchen

Grafikdesigner schmeißt hin und eröffnet Café

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Stephan Braun ist eigentlich Grafikdesigner. Auf diesen Job hatte er aber keine Lust mehr. Nun führt er ein neues Leben zwischen Kuchen und belegten Baguettes in seinem neu eröffneten Café Colombo.

München - Wie gut, wenn man Freunde hat. Der Münchner Stephan Braun hat im Westend kürzlich sein eigenes kleines Café eröffnet. Der gesamte Freundeskreis packte bei der Renovierung des Ladens mit an, um Brauns Traum zu verwirklichen. „Das war wirklich toll. Und meine Helfer waren froh, dass die Kaffeemaschine schon da war.“ Der 30-Jährige ist eigentlich Grafikdesigner. Aber der Job hat ihn nicht erfüllt. Nun führt er ein neues Leben zwischen Kuchen und belegten Baguettes.

Seit Mitte Juni ist das Café Colombo in der Anglerstraße geöffnet. In der Vitrine locken raffiniert belegte Baguettes (mit Schinken, Bergkäse und Trüffelcreme für 3,40 Euro) und feine Törtchen (Beerentartelette 3,50 Euro). Hinter der Theke bereitet Braun frisch gepresste Säfte zu (3,50 Euro). Das Gebäck bezieht er von der bekannten Münchner Pâtisserie Dukatz, in deren Filiale im Lehel er zuletzt gearbeitet hat. Das Brot kommt von der Bäckerei Gattinger in Sendling. „Da kenne ich den Bäckermeister, ein junger Typ wie ich“, sagt Braun und lacht. Lokale Anbieter, die ihre Waren selbst produzieren – Braun will Qualität bieten und keine Aufbackware.

Zum kleinen Geschäft an der Ecke Ganghofer- und Anglerstraße kam der 30-Jährige durch Zufall: Bei einem Bummel durch das Westend war ihm aufgefallen, dass der dortige Coffeeshop seit längerer Zeit dicht war. Er einigte sich mit dem Betreiber und mietete das Lokal an seiner Stelle. In nur vier Wochen stemmte er den Umbau, entfernte alte Aufkleber, ließ eine neue Theke einbauen und tapezierte eine Wand mit alten Weltkarten, die Südamerika und Spanien zeigen. Gebiete, in die Braun besonders gerne reist. Daher auch der Name des Cafés: Colombo, die italienische Schreibweise für den Seefahrer Christoph Kolumbus. „Er stellt das Bindeglied zwischen der alten und der neuen Welt dar“, erklärt Braun. Der 30-Jährige wirkt glücklich in seinem Café. „Man ist richtig im Viertel angekommen, ich habe schon erste Stammgäste – ein schönes Gefühl.“ Aber es sei auch anstrengend, plötzlich selbst verantwortlich zu sein. Und: „Man muss wirklich sehr früh aufstehen.“ Noch schmeißt der Münchner das Tagesgeschäft allein, aber er sucht Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis. Denn mit ein bisschen Hilfe geht alles leichter von der Hand. Seine Freunde haben es vorgemacht.

Das Café Colombo

in der Anglerstraße 25 hat Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet, Samstag von 8 bis 19 Uhr sowie Sonntag von 9 bis 12 Uhr.

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